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Mittwoch, 30. Dezember 2015

nothing.anything.something

Sie hat mich fest im Griff, meine Essstörung, meine Bulimie, mein Hang zur Selbstzerstörung und Masochismus. 
Ich kotze wieder viel, viel zu viel und viel mehr als mein Kreislauf eigentlich verkraften kann. 
Es belastet sehr und es ist wahnsinnig anstrengend, sowohl das Brechen an sich als auch alles drum herum.
Das Verheimlichen, das Lächeln in der Öffentlichkeit, das genaue Nachdenken, was man antwortet.
"Kotzt du noch?" war eine Frage, die mir letztens wieder jemand stellte. 
Ich mochte nicht darüber reden, wieso auch - geht doch niemanden was an, ob ich mir nach einem Schokodesaster die Zahnbürste in den Hals ramme oder nicht.
Es ist einzig und alleine meine Entscheidung, was ich anstelle und was nicht.
Ich sollte es eigentlich besser wissen, ich weiß.
Mein Schweigen und meine Abweisung waren der Person schon genug als Antwort.
Wieso ist das nur immer so eine Sache ?
Mit mir wird sowieso nichts passieren - keine Therapie und garantiert nicht wieder eine Klinik.
Beides kann ich grade nicht gebrauchen und habe keine Zeit.
Wenn ich wieder eine Therapie beginne, dann mit meiner alten Therapeutin, die aber 500km weit weg ist..
Ich vermisse sie manchmal wirklich, großartige Frau, bei der ich mich endlich mal von einer fremden Person verstanden fühlte.
Meine Selbstverletzung hält sich einigermaßen im Griff - das letzte Mal ist schon bisschen mehr als zwei Wochen her.
Es gab keinen Auslöser und keinen Antrieb dazu.
Mein Selbsthass schrie mir nicht entgegen, dass ich mir doch endlich wieder die Klinge nehme und sie über meine Arme ziehe.
Nein, er schreit nur, dass ich zu fett bin, ich nichts wert bin, zu unnötig bin.

Whatelse. Liest eh keiner.

Dienstag, 18. August 2015

painful

Ein Schnitt.
Noch einer.
Und immer wieder gleitet die Klinge.
Über meinen Arm, über mein Bein.
Das Blut läuft über meinen Arm.
Schon wieder dieser Selbsthass.
Das Blut kommt durch meine Hose.
Ich lege den Arm auf meinen Oberschenkel.
Das Blut klebt am Unterarm.
Über meinen Oberarm läuft das andere.
Es schmerzt.
Ich liebe den Schmerz.
Ich kann nicht ohne ihn.

Das einzig Schlimme am Schmerz ist,
 er zeigt dir, dass du noch am Leben bist.

i hope someday i'll find the strength to go with the road

Montag, 27. Juli 2015

nerves

Ich liege am Boden, in den Armen meiner Schwester. 
Ich weine, schreie, fluche. 
Es bricht aus mir heraus.
 Ich kann nicht mehr, ich bin am Ende.
 Ich schreie sie an "Ich will nicht mehr leben"
"Wieso?"
"Ich kann es nicht mehr und will nicht mehr - Aber ich bin zu feige"
Ich fange mir eine von ihr.
Sie weint.
Ich blicke sie an.
Ich sinke wieder zu Boden.
Mir ist egal, was die Passanten denken müssen.
Ein paar bleiben stehen.
Meine Schwester winkt sie weiter, immernoch mit Tränen in den Augen.
Ich verfalle in die Leere, die mich immerzu umschlich.
Ich weine, ich schreie, ich fluche.
Es kam plötzlich aus mir raus.
Ich bin am Ende.

Montag, 13. Juli 2015

again.bitch


Man verliebt sich.
Man vertraut doch wieder ein wenig.
Mal wieder verliert man.
Keine Liebe mehr.
Keine Beziehung mehr.
Ich hasse Dich.

 

Freitag, 19. Juni 2015

maybe

 Bitte

Mir ist verdammt kalt, denke ich mir, kippe den letzten Rest meines eiskalten Energys herunter und trotte in die Küche, um mir eine Wärmflasche zu machen. Während das Wasser kocht, drehe ich mir schonmal ne Kippe. Ich genieße die heie Wärmequelle an meinem Bauch und drücke sie fest an mich. Ob ich jemals meine Verbrennungen wieder loswerde, frage ich mich und begutachte meine Arme. Meinen Bauch traue ich mich garnicht anzugucken, obwohl ich das Muster (wenn man sich das ganze Fett wegdenkt) doch eigentlich ganz hübsch ist - sagt sogar mein Freund. 
Heute war ein recht gelungener Tag, sagte ich mir und ziehe genüsslich an meiner Zigarette und puste den Rauch zu meinem offenen Küchenfenster heraus. Eine meiner zwei Nahrungsquellen heute. Nachdem ich die letzten zwei Tage wieder gefühlt einen halben Supermarkt in die Kanalisation verabschiedet habe, war es doch recht gelungen. Essen ? Wer braucht das schon. Ich gehe noch einmal den Tag durch und kann eigentlich recht zufrieden sein. Morgens eine Zigarette, später einen Kaffee mit Zigarette und zwischendurch meine Pepsi light Lemon (in loooove). Ich war doch wirklich den ganzen Tag unterwegs und erst richtig gegen halb sieben Zuhause, wo ich dann meine Bude sauber gemacht habe. Immer in Action und Bewegung, denke ich mir. Nochmal einkaufen, kein Fressen, nur für meinen Freund. 
Ich habe das Essen nicht mal vermisst und mir wird schlecht, wenn ich nur daran denke, mir etwas in meine Fressluke zu schieben, dafür war heute einfach zu gut. Nichts zu mir genommen, außer meine zwei einzigen "Drogen" - Koffein und Nikotin. Ich denke nochmal an die Waage - 1kg weniger, das ist doch ein Anfang - hoffentlich wird es mir meine Waage morgen danken, dass ich brav aufs Essen verzichtet habe. Es fiel mir tatsächlich nicht schwer, witzigerweise. 
Wenn die nächsten Tage auch so gut laufen, dann bin ich eigentlich guter Dinge und ich hoffe, dass ich schnell wieder unter eine meiner Hasszahlen komme. 
Ich drücke die Zigarette im Aschenbecher aus und genieße das Brennen der Wärmflasche auf meinem Bauch. Ob das schon zur Selbstverletzung zählt? Und wenn schon, denke ich mir und zucke mit den Schultern.

Bitte lass mich die nächsten Tage auch so gut hinkriegen, das wäre wunderbar.

Donnerstag, 18. Juni 2015

let.me

Darf ich vorstellen?
Unfähigkeit in Person.
Zu dumm, sich selbst zu helfen.
Nicht ausreichend dem eigenen Freund zu helfen.
Einfach unnötig.
Ich atme euch die Luft weg.
Fress euch alles weg.
Ich nehme Platz weg.
Ich habe keinen Platz mehr auf dieser Welt.
Ich sollte gehen.
Der Vorhang fällt.
 


Montag, 15. Juni 2015

it.is.a.beginning

Es wird...

Heute ist doch tatsächlich Tag 6, welchen ihn ohne Kotzen verbringe. Es fällt mir doch von Tag zu Tag leichter aufs Kotzen zu verzichten, auch wenn sich immernoch vereinzelt Gedanken einschleichen, dass ich doch heute mal ne Ausnahme machen könnte(das wird bestimmt auch immer so bleiben). Am fucking-mistpiss-drecks-wichs Gewicht ändert sich leider nichts, aber ich glaube, dass ich meinen Stoffwechsel so weit runtergerockt habe, dass er erstmal ein wenig braucht, um wieder einigermaßen zu funktionieren, wenn das überhaupt noch möglich ist. Ich fühle mich aber wirklich besser und ich merke, wie gut es tut, nicht über der Kloschüssel zu hängen. Mein Konto dankt es mir auch. Meine Nachbarn wundern sich bestimmt schon, wieso ich nicht mehr vollgepackt nach Hause komme und wo die Würge- & Kotzgeräusche abgeblieben sind (das Haus ist verdammt nochmal hellhörig oO). Die Schokoladen und Fast-Food-Ketten dürften bald pleite gehen. 
Nein, jetzt mal im Ernst. Ich merke wirklich, wie gut es tut und ich nicht nur in Depressionen, schlechter Laune und Selbstmordgedanken festhänge, während ich in meinem Kotzschloss verharre und mir ein fettiges Kalorienbömbchen nach der anderen in die Schnute schiebe. Vermutlich lasse ich das lieber an mir selbst aus, wenig tief, aber irgendwie muss ich das anscheinend füllen. Das Loch.. Ich kann es nicht mit Fressen und Kotzen, also muss ein anderer Schmerz her, um meine innerliche Leere zu füllen. Dann fühle ich mich doch befriedigt und es ist genau das, was ich grade brauche.

Langsam wird es. Aber wenn sich langsam nichts auf der Waage tut, raste ich dezent aus und dann kann ich für nichts garantieren..

Freitag, 12. Juni 2015

hate

Bullshit-Welt

Ich hab keine Lust mehr. 
Ich hasse alles, ich hasse jeden.
Ich will nicht mehr.
Ich ertrage das einfach nicht mehr.
Leere.
Ich verbrenne innerlich.
Ich ertrinke in meinem Hass.
Ich ertrinke in meiner Wut.
Ich ersticke.
Bitte bring schnelle Erlösung.
Das ganze Leben suckt.
Die Welt ist ein Witz und das Leben ist Bullshit.
Nichts ist mehr, wie es war.
Ich vermisse die alte Welt.
Die alte Zeit.
Liebes Leben, bitte beende es.
Beende mich.
Mein Leid.
Dich selbst.
 

Donnerstag, 11. Juni 2015

just.try.it

Versuchs einfach mal

Ich rauche zu viel, denke ich mir und starre auf meine leere Schachtel. Eine Schachtel am Tag, das hab ich schon lange nicht mehr geschafft. Aber es hält mich vom Essen ab. Verkehrte Welt, sage ich mir und lache. Das was gesund ist, sehe ich als Feind an und halte es mit Ungesundem fern. Wenigstens esse ich dann nicht. Nachdem ich von meiner Waage mit einer viel zu hohen Zahl erschlagen wurde, habe ich den Entschluss gefasst "Hör auf zu kotzen, iss lieber wieder weniger, du fettes Stück Scheiße". Irgendwann muss es ja mal wieder runtergehen. 
Ich sollte weniger trinken, das weiß ich auch, aber der Rausch, die Taubheit, das gute Gefühl, was mir diese Kalorienbomben geben ist einfach einmalig und ich brauche es irgendwo. Du hörst dich wie n Alki an, sagt mir meine innere Stimme. Ach was. Die einen hauen sich mit Gras weg, die anderen schmeißen sich was anderes rein, wo ist also der Unterschied ?
Ich habe heute tatsächlich Tag 2 ohne Kotzen geschafft, obwohl ich zeitweise wieder davor war, die Karte im Supermarkt glühen zu lassen. Ich hab mich lieber mit (ja, ich weiß) Bier in die Sonne in den Park gehauen. Ich habe auch nur zwei aus meinem Sixer getrunken. Es schmeckt nicht, wenn man durch die Pollenattacken total verrotzt ist. Ich fühle mich so eklig und aufgebläht. Ich bin so leer und doch so voll. Ich kann es einfach nicht definieren und es fällt mir schwer, dies zu tun.
Wenig zu essen, so wie früher, gelingt mir nicht ganz, aber wenigstens habe ich es gestern mal geschafft einkaufen zu gehen und nicht, wie für eine fette Großfamilie sondern Gemüse und gesund. Ich versuche jetzt täglich zu kochen und das mit Gemüse und magerem Käse. Auf den ein oder anderen Schokoriegel kann ich leider dann doch nicht verzichten, obwohl dies grade echt kontraproduktiv ist. 
 Ich hoffe mein Versuch geht nicht wieder in die Hose und ich starte bald wieder einen absoluten Fressflash. Am Besten versuche ich mir immer was vorzunehmen, weil ich nach dem Essen und sind es nur, wie heute, 4 Pilze, ne Tomate und ein wenig Feta, einen noch viel größeren Selbsthass und Selbstekel entwickel, dass ich mir am liebsten wieder meine Zahnbürste in die Kehle rammen möchte, dass auch das letzte Fitzelchen an Essen (und auch meiner Würde, falls die noch vorhanden ist) in den Tiefen der Kanalisation verschwindet. Ich würde mich am liebsten verkriechen, niemanden mehr um mich herum haben außer meinen Freund, der mir so viel Rückhalt gibt. Ohne ihn würde ich durchdrehen, versinken, ertrinken, ersticken, verbrennen. Ich hab mich schon wieder so abhängig gemacht, dass es zum Kotzen (gnihihi schwarzer Humor) ist.

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Ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie.

Ich kann nicht mehr ohne sie, ich brauche sie, ich will sie, ich verachte sie. Sie ist ein Teil von mir und ohne sie bin ich nicht ich. Verdammte, beschissene, verfickte Welt. 

Sonntag, 7. Juni 2015

swallow

Fluch

Es ist schwer auszuhalten.
Ich versinke.
Ich ertrinke.
Ich kann nichts machen.
Ich gehe unter.
Es wächst an mir.
Es hängt an mir.
Es zieht mich herunter.
Ich fühle mich schlecht.
Ein Meer aus Hass.
Ich laufe auf Scherben.
Alles schmerzt.
Es geht nicht mehr.
Ich will nicht mehr.
Ich schaffe es einfach nicht.
Ein Schleier um mich herum.
Weit ab von der realen Welt.
Viel zu sehr untergeangen im Hass.
Ich bin zu schwach.
Es driftet alles an mir vorbei.
Wie ein Fluch, der auf mir ruht.
Werde ich es jemals wieder schaffen ?
Ich sehe mich an.
Ich drehe mich.
Ich breche weinend zusammen.
Alles erscheint sinnlos.
In meiner schwarzen Welt ist kein Platz für Freude.
Ich hasse mich.
Ich hasse mein Leben.
Ich hasse ES.
 

Donnerstag, 28. Mai 2015

just.never.stop

Scheißegal

Ich fang an zu zittern.
Ich merkte es bei der Zigarette danach.
Mir wird komisch.
Ich fange leicht an zu schwitzen.
Mein Herz hämmert, ich kann es hören.
Wird schon, denke ich mir.
Es wird schlimmer.
Mir wird schlecht.
Ich atme schnell, zu schnell.
Die Beine hoch und tief durchatmen.
Ich schwitze noch mehr.
Mir wird heiß.
Mein Herz schlägt schnell und laut.
Unterzuckert vielleicht, hab ja bisher nichts gegessen..
Theoretisch.
Schokolade sollte helfen.
Kurz vom Sofa.
Fenster auf und frische Luft.
Ich beginne zu wanken.
Es wird unerträglich.
Ich liege und warte bis es vorrüber ist.
Es ist mir scheißegal.

-

Scheiße, das muss doch raus gehen.
Hämmer dir das kack Ding tiefer in den Hals.
Noch tiefer.
Es muss doch gehen.
Mir wird wieder komisch.
Egal.
Ob Kreislaufversagen oder nicht.
Die ganze verfickte Scheiße muss raus, verdammt.
Ich stehe lange da.
Würge, breche, zittere.
Tränen laufen mir über das Gesicht.
Die Nase zu.
Die Augen zugequollen.
Immer weiter, weiter, bis es nicht mehr geht.
Es kommt nichts mehr.
Das kann nicht sein.
Weiter, immer weiter.
Mir schmerzt mein Bauch.
Ist es das jetzt gewesen ?
Ach, ist mir jetzt scheißegal.
Selbst Schuld, Bitch.

Mittwoch, 27. Mai 2015

miracle

Das gute Gefühl

Kaum vorstellbar, aber ich bin zeitweise doch glücklich und es geht mir sogar gut.
Wenn er da ist, mich ansieht, mich berührt, mich küsst.
Dann kann ich alles für einen kleinen Moment vergessen.
Er schafft es, dass ich mich gut fühle, wohl und geborgen.
Ich verspüre Sicherheit bei ihm.
Die Sicherheit, die ich brauche, damit ich nicht falle.
Er macht mein Leben und die Welt zu einem weniger beschissenen Ort.
Er versteht mich.
Mich und meinen kranken, kaputten Kopf.
Meinen endlosen Selbsthass und meine noch größeren Selbstzweifel.
Ohne ihn wäre ich nichts.
Ich weiß, dass es schlecht ist für mich, grade für mich, mich wieder einer Abhängigkeit hinzugeben.
Doch ich kann nicht anders.
Er lässt mich schweben, mich fliegen, mich wohlfühlen.
Jede Berührung und jeder Kuss zeichnet sich auf mir ab und bleibt.
Jeder Gedanke an ihn erfüllt mich mit Glück und Sehnsucht. 
Ein Gefühl von Wärme, Liebe und Zuneigung.

Er gibt mir einfach ein gutes Gefühl.

Sonntag, 26. April 2015

failure



Failure

Das einzige,
was in meinem Kopf hallt,
was mich anschreit,
was mich fertig macht,
was die Wahrheit ist,
was mich an den Abgrund treibt,
was mich zweifeln lässt,
was mich hassen lässt,
was mich zum leiden bringt.

just hatin, just lovin
 

Freitag, 24. April 2015

long.gone

Lange

Ja, es ist lange her, dass ich geschrieben habe. Ich hatte kein Internet. Bin endlich aus der Höhle ausgezogen und bin nun alleine in meiner eigenen kleinen Bude. Mein Kotzschloss. 
Ich kotze, mehr als vorher und mehr als ich vertragen kann. Ich kann nicht alleine sein und ich stürze mich in finanzielle Abgründe. Es ist wie ein riesiges Maul. Es frisst alles auf. Alles. 
 Ich kann einfach nicht mehr ohne.
Jeden Tag die gleiche Prozedur und jeden Tag Unmengen an Geld ausgeben.
Ich bin froh, wenn ich unterwegs bin, nichts essen muss, kann, darf.

Mir geht es beschissener als vorher. 
Die Trennung liegt mir nicht mehr so schwer auf dem Herzen, dennoch bin ich leer.
Leerer und Gefühlskälter als ich es vorher war.
Ich hasse dieses Leben und ich hasse diese Welt.
Sie ist voller Abgründe, voller Hass und voller Heuchelei.
Ich kann nicht mehr und ich will auch nicht mehr.
Ich halte es einfach nicht mehr aus und ich fühle mich elendig.
Es ist im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen.
Ich bin fertig mit der Welt, aber sie noch nicht zu mir.
Ich bin wahrscheinlich zu feige - oder habe zu sehr einen Hang zum Masochismus.
Ich hab mich noch nicht genug leiden lassen und tue dies weiterhin.
Jeden Tag über der Kloschüssel.
Jedes Mal, wenn ich mich mit weitern Schnitten und Narben verziere.
Das Brennen, die Schmerzen, das Rauschgefühl.
Das Blut, der Geschmack, die Taubheit.
Ich bin einsam und alleine, obwohl ich viele kenne.
Ich habe niemanden mit dem ich reden kann und ich habe niemanden, mit dem ich meine Abgründe mal teilen kann.
Jeder interessiert sich nur für sich und für seine Probleme.
Niemand fragt ehrlich, wie es einem geht, weil sie es eigentlich nicht wissen wollen.
Ich selbst will es eigentlich nicht mal richtig wissen.
Du sagst es ihnen, ansatzweise, um sie nicht zu verstören und selbst das macht sie fertig.
Ein müdes Lächeln, eine Umarmung.
Abgewandt und stumm.
Ich frage mich, wie lange ich das Theater noch mitmachen kann.
Meine Gedanken kreise nur um zwei Worte 
                                                                           "Zu Lange"





 nur ne kleine Zeichnung, einfach so.

Montag, 2. März 2015

so.what

Verpflichtungen

Ich weiß, dass es dir nicht gut geht. 
Ich weiß, dass du Wunden hast.
Ich weiß, dass du leidest.
Bitte..
Ich will mich nicht mehr verpflichtet fühlen.
Hör endlich auf in den Wunden zu graben.
Die Wunden, die du eröffnet hast.
Die Wunden, die du geschaffen hast.

Ich lebe zwischen Lust und Alkohol.
Die ein oder andere Zigarette.
Ich liebe den Rausch.
Ich will nicht mehr denken müssen.
Ich will nicht mehr fühlen müssen.
Alles läuft falsch.
Ist das mein Leben ?

Du verpflichtest mich, dich zu retten.
Bitte rette dich selbst.
Ich kann nicht mal mich selbst retten.

Der Alkohol hilft mir.
Die Lust hilft mir noch mehr.
Ich baller mich weg, um zu vergessen.

Schweige doch endlich mal.
Ich halte es nicht mehr aus.
Ich will nicht mehr für zwei leiden.
Ich will nicht mehr deine Gefühle zu meinen machen.
Bitte lass es endlich vorbei sei.
Bitte hilf dir selbst.

Gedankenlos das herbe Getränk.
 Gedankenlos durch die Nacht.
Ich fühle nichts.
Ich fühle alles.
Ich fühle den Schmerz.

Ich fühle die Verpflichtung.
Lass sie mich ablegen.


just a fail. a fail in a million.

Dienstag, 17. Februar 2015

emptiness

...

Ich fühle nichts, einfach nichts. 
Ich bin gefühlskalt. 
Ich hab eine tiefe Leere in mir. 
Er hat mir alles genommen.
Mein Herz zerfetzt.
Meine Gefühle auseinander gerissen.
Mein Ich zertrümmert.
Ich erkenne mich nicht wieder.
Ich fühle nur Lust.
Alles darin ersticken.
Bitte keine Gedanken mehr.
Ich will keine Gefühle mehr.
Lasst mich los.
Lasst mich fallen.
Ich fühle nur die Leere.
Alles darin ersticken.
Ich will vergessen.
Ich will nicht mehr fühlen.
Ich will fühlen.
Ich kann nicht mehr.
Es soll aufhören.
Bitte.
...

Dienstag, 3. Februar 2015

the.end

Aus und vorbei


Ich zittere. Es dauert nicht mehr lange. Da ich höre das Auto. Kurz danach den Schlüssel. Mir ist kalt und mein Herz klopft. Du schaffst das, sei konsequent und halte durch. Du musst es tun. Da sitzen wir. Mir wird heiß, mir wird kalt. Ich muss Tränen unterdrücken. Ich führe ein Selbstgespräch, denn nur er ist es, der schweigt. Kein Wort kommt über seine Lippen, kein Laut ist von ihm zu vernehmen. Die erste Träne rollt über mein Gesicht, die zweite folgt. Auch bei ihm benetzen sich langsam die Wangen mit Tränen. Er schaut mich nicht an. Jetzt sag doch mal bitte was, bitte. Ich kann dieses Schweigen nicht ertragen. Er hört meine Gedanken nicht, wahrscheinlich weil seine genauso laut schreien, wie meine. Er kann mich nicht verstehen. Für ihn ist jetzt alles gleichgültig. Alles verliert seinen Sinn und seine Wertigkeit. Ich will ihn nicht zerfetzen, ich will ihn nicht zerstören, jedoch muss ich ihn mit in den Abgrund reißen. Mit in das Loch und mit in die Welt, zu der er die Tore aufgeschlossen hat. 

Du willst nicht kämpfen. Du bist dir zu Schade, um Energie in eine Chance zu stecken. Diese Worte hallen und schreien in meinem Kopf. Sie teilen sich den Platz mit meinen anderen Gedanken. Nein, ich bin mir nicht zu Schade. Ich habe keine Energie mehr. Als ich deine Energie brauchte, als ich meine benutzte, hast du sie lieber in sie gesteckt, als in unsere Beziehung. 
Ich bin fertig, leer, einsam, zu nichts mehr in der Lage, hoffnungslos. 
Wir kriegen das gemeinsam hin. Wir gehören zusammen. Bitte, lass es nicht Schluss sein. 
Es geht nicht anders. Ich kann nicht mehr. Ich bin so kaputt. Ich schaffe es nicht mehr. Bitte lass mich endlich in Ruhe. Es ist Aus und Vorbei - Akzeptiere es.

Donnerstag, 29. Januar 2015

just.difficult

Die Zeit, sie schreitet vorran

Zerrissen, unglücklich, sauer, einsam. Das ist das, was es ein wenig trifft, wie ich mich fühle, was ich grade durchmache. Immer mehr und mehr erfahre ich neue Details und immer mehr fliegen meine Gedanken nur so durch meinen Kopf. Ich kann sie nicht ordnen, nicht mit meinen Gefühlen vereinen. Ich weiß nicht mehr weiter. Zu sehr klammere ich an der damaligen Zeit und zu sehr habe ich Angst, ihn noch weiter zu verletzen. Ich wollte nie diejenige sein, die am Ende den anderen verletzen wird und nie diejenige sein, die es beenden wird. Er hat mich verletzt, aber das ist noch keine Rechtfertigung es eben so zu tun. Hier geht es nicht um Vergeltung oder Heimzahlung. Es geht um Gefühle, Beziehung, um einfach vieles mehr. Ich bin leer, ausgedörrt, einsam. Ich weiß nicht mehr wohin mit mir und ob das alles noch Sinn macht. Ich will ihn nicht länger so wehtun, ihm aber auch nicht den Gnadenschuss setzen, mitten in den Kopf und mitten ins Herz.
Ich frage mich, ob ich wirklich zu gutmütig bin, ob mein Herz so groß ist, dass ich ihm nicht wehtun möchte oder ob da noch die Liebe aus mir spricht, die ich mal... empfand.. oder noch empfinde.
Selbst das bleibt mir ein Rätsel. Ich kann nicht mal sagen, welche Gefühle ich noch für ihn hege. Ist es Freundschaft ? Ist es Mitleid ? Ist es Liebe ? Oder ist es einfach der Wunsch ihm nicht wehzutun?

Er verspricht mir, dass es nie wieder zu so einer Situation kommt, aber welche genau meint er ? Das Hintergehen ? Das Anlügen und Fertig machen ? Das Zusehen, wie die eigene Freundin mehr und mehr in Selbstzweifeln und Selbsthass versinkt oder ist es doch eher das allgemeine Paket? Wie kann ich jemandem glauben, der mir in jeglicher Hinsicht das Vertrauen geraubt hat und wie kann er verlangen, sich solcher Angst zu stellen ?

Angst vor Konsquenzen...Ich wusste es nicht besser...Gib mir noch eine Chance...Du hättest doch sowieso 'Nein' gesagt.

Niemand kann mir die Gewissheit geben, dass er nicht auch wieder aus diesen Beweggründen handeln wird . Ich werde immer mit der Angst leben müssen, dass er mir wieder was verheimlicht und nun seine Angst noch um ein weiteres größer ist, mich zu verlieren.

Das legt sich nach einiger Zeit wieder...Du wirst nicht ewig sauer sein.

Sauer.. Wenn ich das nur höre. Ich bin nicht einfach nur sauer. Sauer ist man, wenn der andere einen Moment lang etwas tut, was man nicht erwartet hätte und man enttäuscht ist. Doch zwei Monate des Trugspiels, des Anlügens, der Verleumdnung - da ist man nicht nur sauer. Wie einfältig und naiv sowas zu denken und zu sagen. Und jetzt immernoch nicht endlich mal zu dem stehen, was man gesagt und gefühlt hat, ist feige und zeigt, dass man nicht bereit ist, eine ehrliche und aufrichtige Beziehung zu führen.

Es tut mir leid, aber vielleicht ist es doch an der Zeit für den Gnadenschuss.

Donnerstag, 22. Januar 2015

feelings

Wenn alles sich streitet

Ein Streit bricht aus. Alles redet, schreit, murmelt durcheinander.

"Was ist, wenn er dich wieder verletzt?" fragte die Angst vorsichtig.

"Schieß den Kerl endlich ab!" schrie die Wut.

"Es könnte vielleicht doch wieder klappen" murmelte die Hoffnung.

"Als ob das jemals gut geht" lachte der Pessimismus.

"Das Beste wäre Trennung" meinte der Verstand.

 "Du hängst noch an ihm..." flüsterte die Liebe.

"Nach der Tat, kann er dir egal sein" merkte die Gleichgültigkeit an.

"Denk doch an die schönen Zeiten, die ihr hattet" nuschelte die Trauer.

"Er hat dir wehgetan, tu ihm weh!" schnauzte der Schmerz.

"Er klingt, als ob es ihm wirklich leid tut" sagte der Zweifel.

"Du musst dich bald entscheiden" mahnte die Zeit.

"Denke dran, was er getan hat" sprach die Enttäuschung.

"Wenn du dich anstrengst, wird es wieder was" redete der Optimismus.

"Er hat dir wehgetan, du kannst es nie vergessen" waren die Worte der Realität.


Das Herz, es schweigt.

Dienstag, 13. Januar 2015

dunno.just.empty

Wen juckts?

So fühlt es sich also an, wenn man hintergangen, verspottet und fertig gemacht wird, von der Person, die man liebt. Die man immer geliebt hat und immer lieben wird. Es wird sich nichts daran ändern und das ist das Traurige an dieser ganzen Angelegenheit.. es ändert sich nichts. Es ist ein Tänzeln der Gefühle, ein Spiel, eine Versuchung, eine Machtlosigkeit, vielleicht auch Abhängigkeit. Vielleicht ist es auch einfach nur Liebe, die der Verstand, der einen immer gewarnt hat, nicht mehr verstehen kann.
Kälte beschleicht mich, das Gefühl der Leere, der Hilflosigkeit. Ich kann nichts machen, solange ich ihn liebe. Ich traue mich nicht, diese Schritte zu gehen, aus Angst vor der Zukunft, aus Angst vor dem was kommen wird. Leere macht alles zunichte. 
Ich kriege kaum was runter, muss mich zwingen, muss mich zur Arbeit zwingen - immer diese Verpflichtungen und diese Abhängigkeit. Ohne gehts nicht mehr.. Niemand kann ohne Abhängigkeit leben, egal, wie sehr man es sich versucht einzugestehen. Abhängigkeit vom Job, vom Geld, vom Partner oder gar von der Liebe. Doch wie kann man jemanden anderes lieben, wenn man für sich nicht die reinste Liebe übrig hat ? Hat man dann das Recht zu sagen, dass man jemanden liebt ? Oder liebt man nur die Abhängigkeit, zu der man sich selbst gebracht hat. Liebt man den Schein und die Illusion ? Doch wen juckt es denn schon ? Die innersten Gefühle wird man nie teilen, mit niemandem. Niemand wird dich jemals verstehen können und niemand wird jemals das fühlen können, was du fühlst? Wieso sollte man dann was erzählen und wieso sollte man sie daran teilhaben lassen, wenn sie in Wirklichkeit doch keine Teilnahme haben.
Also wen juckts, wenn man sich dennoch ein Lächeln ins Gesicht zeichnet?