Seiten

Montag, 11. November 2013

dunno

Leere

Ich puste den Rauch meiner Zigarette in den morgentlichen Himmel, der noch ein leichtes dunkles blau trägt und mit Sternen bedeckt ist. Ich fühle nichts außer Kälte und Leere. Noch ein Zug und der blaue Rauch vereint sich mit dem Blau des Himmels und verschwindet im Nichts, dort wo ich auch jetzt gerne wäre. Es geht bergab mit mir. Liegt es am Wetter, an der Jahreszeit oder einfach an der Tatsache, dass ich langsam nicht mehr kann. Die hohen Zahl schreien mir Versager entgegen und ich ersticke mich in meinen Tränen, die wie heiße Glut über meine Tränen rollen und meine Augen weiter füllen.

Ich setze einen Schritt nach vorn und schaue mich um. Eine wartet noch mit mir. Wie es ihr wohl jetzt geht? Ob sie wenigstens glücklich ist und ob sie Qualen kennt. Ich weiß nicht, wie man es grade beschreiben kann, wie man sich fühlt, wenn man ein Versager ist, wenn man keine Kraft hat sich gegen Sich selbst zu wehren. Es ist eine Leere und ein bodenloses Loch, in das man fällt und fällt und einfach nicht aufprallen kann. Es fühlt sich beim fallen leicht an doch es zieht mich auch schwer herunter, als ob jede einzelne Last ein 100kg schweres Gewicht geworden ist.

Der Bus ist nicht voll - zum Glück. Ich vertiefe mich in meinem Buch, um mich ein wenig von meinem Selbsthass abzulenken, der sich Tag für Tag in mir ausbreitet, wie ein Virus. Es hält nicht lange an, da werde ich aus der Geschichte gerissen und muss aussteigen und wieder kriecht der Hass, wie die Kälte an meine Haut und dringt tief in mich hinein. Ein Zug an meiner Zigarette und ich versuche einen Teil in die Kälte zu pusten, doch je mehr ich den Rauch aus meiner Lunge lasse, desto mehr kommt wieder alles hinein. Es packt mich an meinem Herzen und meiner Seele. Es dringt so tief hinein, dass ich kaum noch atmen kann. Mich schauen die Leute komisch an. Sehen sie , was ich fühle oder glotzen die mich nur an, weil ich wie ein schwarzer Schatten stehe und warte. Ich weiß es nicht und es ist mir auch egal. 

Es wird hell, die Sterne sind verschwunden und die Sonne kämpft sich ihren Weg durch die Wolken, doch um mich herum ist es dunkel - und leer.

Dienstag, 29. Oktober 2013

good.or.bad

Leere Gedanken


Ich weiß nicht so recht, was ich schreiben soll. Ich habe mir fest vorgenommen, wenn ich Zeit habe, poste ich was, doch ich starre das weiße Geld an. Das Zeilending blinkt und blinkt, als ob es wartet Buchstaben hinter sich herzu ziehen. Ich überlege mir, was ich schreiben könnte. Es ist eigentlich alles ziemlich belanglos. "Schule ist ganz nett, Leute sind cool (schreckliche Ausnahmen hat man immer - leider) und die Lehrer gewöhnungsbedürftig. "Meine Gefühlswelt dreht sich. Ich bin seit langem wieder alleine zu Hause. "Ich reiße mich zusammen, nicht wieder über alles herzufallen, was sich in den Schränken auftürmt, um es wie wild und geistesabwesend in mich hineinzuschaufeln. Letzens sind mir Ausrutscher passiert. Morgens, obwohl ich doch so lange es ohne durch gehalten habe." Durch gehalten. Ich überlege.. Eigentlich war es doch zwangvoll. Wenn immer jemand da ist, der die Ohren überall hat, fällt es schwer die Kloschüssel zu knutschen. "Bald erster Praxiseinsatz auf der Chirugie, man hab ich einen Schiss, was falsch zu machen. Ich werde sie bestimmt alle ausversehen umbringen..." Meine Augen ruhen auf der Tür, welche mir den Weg weisen möchte zu meinem "Glück". Nur noch 90 Minuten, dann bin ich nicht mehr alleine, doch was dann? Sollte ich es nicht einfach ausnutzen? Ich strecke mich und stelle fest, dass ich endlos müde bin. "Wäre doch anstrengend" sage ich laut. Es kostet immer so viel Kraft - zu viel - welche ich einfach nicht habe. "In ein paar Tagen steht die erste Klausur an, eigentlich sollte man lernen, doch auch dafür fehlt mir die Kraft, es ist alles so anstrengend." Der Kampf mit einem selbst, er macht fertig. Sich selbst die schützenden Flügel um zu legen, dass nicht die kleinste Kleinigkeit Essen zu einem Festmahl ausartet. Ich mag es eigentlich alleine zu sein. Da hat man Zeit für sich und seine Gedanken. Doch so sehr ich die Einsamkeit liebe, sie lässt mich dennoch komplett allein und irgendwann und irgendwie ist man in seiner Gedankenwelt drin, in seiner schwarzen Welt, dass man nicht mehr rauskommt. Ich fahre über mein Handgelenk und merke die kleinen Rillen. Ich streiche immer wieder drüber und starre ins Leere. Die Gedanken sind leer.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

no.time

Zeit für nichts


Ich habe lange nachgedacht wieder was zu posten, ja wirklich, aber ich frage mich, wo meine Zeit geblieben ist ? Ich stehe morgens auf, trotte ins Bad und auf die Waage - sinnlos und deprimierend. Schließlich stopfe ich etwas in mich hinein und packe mir unnöige Kalorien in meine Tasche - für schlechte Zeiten, flüstert das Ungeheuer. Ich stelle mich in die Kälte an die Bushaltestelle und zittere am ganzen Körper. Scheiße, schon wieder den Schal vergessen. Der Bus ist voller komischer Leute, genauso wie die beiden Straßenbahnen. Teilweise gucken die mich an, wie ein Alien - seh ich so fremd aus ? Schule ist lang, anstrengend und so vielfältig. Zu Hause um 16 Uhr - Freund ist da. Dann gibts Essen - eher bei ihm klauen. Dann Hausaufgaben.. Es ist kaum Zeit zum posten und ich mag es auch nicht, wenn ER da ist. An sich lässt sich sagen, ich bin kotzfrei, seit nun mehr als 2 Wochen und ich finde das ist eine Leistung, wenn man bedenkt, dass ich bis zu 4-5 mal am Tag gekotzt habe. Von heute auf Morgen aufgrund der Schule. Es bleibt einfach keine Zeit dafür ... Für alles bleibt keine Zeit.

Dienstag, 17. September 2013

thats.life

Irgendwie

Es ist schon klar, dass man das Leben nicht so gestalten und haben kann, wie man es gerne möchte. Es kommen Gegebenheiten auf einen zu, die man nicht eingeplant hat oder an die man nicht mal einen müden Gedanken verschwendet hat. Möchtest du auf eigenen Beinen stehen, muss man bedenken, dass du dann komplett alleine bist, für dich alleine. Du bist für die schwerelos in deiner Seifenblase von einem besseren und einfachem Leben. So gleitest du durch den Wind und lebst vor dich hin - wären da nicht diese lästigen Dinge, wie Äste oder gar Berge. Die bringen deine farbenfrohe Blase zum Platzen. Das nennt man Realität. Die harte, verfickte Realität. Sie bringt alles durcheinander - echt lästig. Jedoch bringt sie dich - unsanft - auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigt dir, dass das Leben hart und ungerecht ist. Fast jeder, wie es scheint, kriegt einen Arsch voll Glück, rosaner Einhörner, die Regenbögen kacken und flauschige Elefanten, freuen sich einen Ast ab, weil sie ja ein ach so schönes Leben führen - zum Kotzen. Diese Kandidaten sind auch solche, welche sich fragen, wie man denn nur so leben kann - zurückgezogen, alleine und schwarz. Ja, die Welt ist nicht nur voller weicher Zuckerwatte und Teddybären, die man oben und unten reingeschoben kriegt, weil das Leben ja nicht genug Geschenke gemacht hat. Nein, es gibt auch Menschen, die sich ihre Teddybären und kackenden Einhörner erarbeiten müssen und manche kommen nicht mal in den Genuss, Einhörnern beim Regenbogen scheißen zu zu gucken. Ich spreche von den Menschen, denen es schlecht geht, wenn sie Essen müssen, die es wieder loswerden, von denen, die sich am liebsten verkriechen und sich nicht mehr regen wollen, die, die Panik vor der tristen Zeit haben, weil sie genau wissen, dass ihre Depressionen sie früher oder später einholen werden. Wenn ich so mein Leben betrachte und das der Einhörner-Spanner, dann würde ich zwar nicht tauschen wollen, jedoch würde ich ihnen eine Breitseite dafür geben, dass sie ihr "Glück" so breittreten. Klar könnte man sagen "Du bist ja nur neidisch.. so irgendwie.. nä, alter", aber dem ist nicht so. Es gibt immer einen Unterschied zwischen den Menschen.. Es gibt die, denen ich es von Herzem gönne, dass sie Glück haben und die, denen ich es aus ihrem Leben reißen würde, dass nichts als ein Loch bleibt, was sie nach und nach stopfen müssen, um zu sehen, wie es ist, dass das Leben einem nicht alles schenkt, was man will.
Aber so ist das Leben. Die, die es verdient hätten, leiden und die, die leiden sollen, geht es wunderbar.
That's life - cheers!

Mittwoch, 11. September 2013

gedankelos

Nichts, außer einem Käfig

Ich ziehe an meiner Zigarette, puste den Rauch zum Fenster hin. Man sieht ihn untergehen im Regen, der auf die Blätter und auf die Straße prasselt. Es regnet schon seit ein paar Tagen, wieso auch nicht, der Sommer ist vorbei und jetzt beginnt die triste Zeit. Ich zögere und denke daran, mir wieder die gierigen Kalorien zu mir zu führen, welche schon im Schrank auf mich warten. Sie liegen im Dunkeln, sicher vor dem Tier. Ich überlege, ob ich nicht einfach alles wegwerfen sollte, doch werfe den Gedanken schnell weg, wie ich die Kalorien wegschmeißen sollte. Im Endeffekt macht es keinen Unterschied, ob ich es wegschmeiße oder in die Kanalisation schicke - doch einen. Ich kann den Geschmack nochmal auskosten, welchen ich so sehr ersehne. Jeden Tag aufs Neue muss ich meinen Drang befriedigen. Es geht nicht anders. Ich werde nervös und lasse mein Feuer hinaus. Ich verbrenne meine Umwelt, mit meinem Verhalten und schade jedem. Ich hab mich nicht im Griff, in jeder Hinsicht. 
Dazu kommt noch meine Nervösität bezüglich morgen. Werde ich die Stelle endlich kriegen und dem Leerlauf somit ein Ende setzen? Endlich mal einen Alltag, endlich was zu tun, endlich... Ach ich sollte mir nichts vor machen. Es wird immer so weiter laufen, egal ob ich arbeiten werde oder nicht. Ich finde immer einen Zeitpunkt und eine Möglichkeit den Käfig zu öffnen und die Kreatur hinaus zu lassen. Auch wenn andere gerne den Schlüssel wegschmeißen wollen, habe ich ihn immer versteckt, sodass ihn niemand finden kann. Auch versuchen sie sich vor den Käfig zu stellen und die Tür mit aller Gewalt zu zu halten, jedoch fährt eine Klaue zwischen den Gittern hervor und lassen ab. Wahrscheinlich versuchen sie es irgendwann garnicht mehr und lassen die Tür gleich offen stehen, dass es raus und rein kan, wie es gerne möchte. Die Klaue hinterlässt jedes Mal tiefe Wunden, also ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie lernen, dass es keinen Zweck hat. Sie haben es auch schon mit Reden versucht, doch das Höllentier konnte sie nicht verstehen oder wollte sie nicht verstehen.
Doch manchmal, zu gewisser Zeit hält das Tier seine Krallen an das Schloss und lässt die Tür nicht aufgehen. Dann sitzt es nur hungrig und möchte nichts tun, außer sitzen und in die Leere starren. Emotionslos und starr, wie eine Wasserspeierstatue auf Türmen. Irgendwann fängt es sich wieder und öffnet seinen Käfig nur einen Spalt und schaut hinaus, auf der Lauer zu einem nächsten Angriff.
 

Dienstag, 10. September 2013

höllentier

Beschweren? Nicht drin

Ich werde wach durch den Wecker meines Freundes. Er setzt sich auf und zieht die Decke weg, mir wird kalt. Ich klettere auch aus dem Bett und gehe ins Bad, wo ich schon gleich die Waage sehe, welche mich beboachtet, Schritt für Schritt. Nein, erst später, wenn er weg ist. Ich steige ins warme Bett, wo mein Freund für mich schon eine Wärmflasche gemacht hat - er weiß was ich brauche, sogar meine Fresserei. Ich nicke ein und hoffe erst spät aufzuwachen, doch ich werde erneut durch meinen Freund geweckt, der eine rauchen will. Ich setze mich im Halbschlaf hin und drehe mir eine. Ich zünde sie mir an, 1-2-3; ich puste den Rauch aus und genieße meinen ersten Zug. 1-2-3; und wieder umgibt mich der blauweiße Rauch - wieso kann ich nicht fortschweben, wie er? Einfach immer dünner und blasser werden - verpuffen und vergessen werden. Traumvorstellung - Ich wische den Gedanken weg, wie den Rauch vor meinem Gesicht. Wiegen, ist mein einziger Gedanke. Die hohen Zahlen schreien "Versager" und immer wieder "Versager". Ich versuche gefasst zu bleiben, er darf nicht wissen, dass ich zugenommen habe, dass mich das wieder so mitnimmt. So manch einer Streit hatte dieses Thema. Gefasst bleiben, nichts anmerken lassen. Facettenreich durchs Leben, was sonst. So war es doch schon immer. Nicht zeigen, dass man verletzt ist, dass man sauer ist - unnötige Fragen.

-

Der bittere Geschmack wird vom Zug meiner Zigarette überdeckt. Ich streiche mir eine Strähne aus meinem blassen Gesicht und fahre mir über meine tiefen Augenringe, die meine Augen umstreicheln. Ich ziehe weiter an meiner Zigarette, die grade das einzige ist, was mich glücklich macht und ablenkt. Ich denke noch einmal darüber nach, was passiert ist, doch streiche die Gedanken gleich weg und sage mir, dass das Höllentier wieder in seinen Käfig muss - wenigstens für eine Weile. Die Waage schrie mir nichts entgegen, blieb stumm- immerhin etwas. Ein kleines Glücksgefühl, was aber nie lange anhält. Schon garnicht an den Gedanken, wie der restliche Tag werden soll. Es ist trist und dunkel draußen, was fällt wenig Licht herein. Das Wetter spiegelt meine Laune wieder, ein wenig jedenfalls. 

1/2 Apfel, 1 Knäcke mit light Käse, 1 Ei - das ist noch zu ertragen.

Montag, 9. September 2013

again.and.again.and.again

Start der neuen Woche

Ich fühle mich schlapp, fad und müde. Ich habe mich aus meinem Bett geschält und trotte, wie jeden Morgen zur Waage. Ich schließe die Augen und schiele zwischen meinen Fingern auf das Ergebenis - nicht das, was ich erwartet habe. Ich stelle sie noch ein paar Mal um, vielleicht liegt es am Boden, dass sie nicht das Ergebnis anzeigt, was ich gerne hätte - falsch gedacht. Mit einem Seufzen stelle ich sie zurück, wo sie nur wieder darauf lauert, dass ich mich auf sie stelle. Vielleicht nachher oder doch lieber erst morgen. Erstmal eine Rauchen, ist mein einziger Gedanke, nachdem ich einen Schluck aus meiner Wasserflasche nehme - jetzt bin ich wieder schwerer, verdammt. Ich möchte nichts trinken, es macht mich unnötig schwer. Ich genieße meine erste Zigarette und lausche genervt den schreienden, spielenden Kindern der Grundschule nebenan. Und auch noch der Kindergarten.. Großartig.
Frühstück - Muss ja nunmal sein, rede ich mir ein - Verfressenes Ding. Aber irgendwie muss man ja seinen Stoffwechsel in Schwung bringen - redet das Verfressene Ding. Ich öffne den Kühlschrank und es schreit mir ein Schwall Kalorien entgegen, die von mir gierig gefressen werden und in die Kanalisation geschickt werden wollen. Gezielt greife ich an den schreienden Kalorien vorbei und greife meinen light Frischkäse und meinen light Weichkäse, lächerlich, wenn man mal überlegt, was ich mir sonst noch reinstopfe, aber das Gefühl macht es einfach besser. Noch eben ein Ei und einen Apfel gegriffen und schon sitze ich und futtere mein Knäckebrot mit dem verschiedenen Käse, den Apfel und das Ei - widerlich.Nebenbei plane ich meinen Tag - Sparkasse, Einkaufen, Haushalt oder doch nochmal spazieren gehen? Neue Gegend und so viel zum umher laufen gibt es nicht, aufjedenfall nicht, dass es sich lohnen würde. Wahrscheinlich bilde ich es mir auch nur ein, aber jeder glotzt mich an, als ob ich in einem Käfig über den weg rolle und ein seltenes Tier wäre - ja, eindeutig eine Einbildung, obwohl man mich wirklich lieber in einen Käfig sperren sollte.

-

Die Keksrolle, die sich gierig in meine Hände gelegt hat, steht nun vor mir und ich liefere mir ein verfressenes Blickduell. Sollte ich, sollte ich nicht ? Die Pizza in der Gefriertruhe ruft laut meinen Namen - Einbilung. Man muss nur stark sein, denke ich mir. Einfach stark sein. Und wenn nicht, es würde so oder so im Klo landen oder nicht? Erstmal eine Rauchen und dann vielleicht noch eine. Nein, ich will fressen, ich halt es nicht aus. Aus Langeweile? Vor Aufregung, weil sich am Donnerstag entscheidet, ob ich endlich aus diesem Leerlauf entfliehen kann? Oder nur aus Lust? Ich kann es noch nicht entscheiden und ich glaube, das wird auch nicht so schnell gehen.

Ich friere, ich hab kalte Hände und ich hab Bauchschmerzen. Hunger, Angst, Ungewissheit.