Seiten

Donnerstag, 21. April 2016

lovely.hunger

Es läuft besser als gedacht. Seit Montag komme ich auf 1,5 Chickenburger, einen kleinen Quark und ein wenig Pizza. Ich liebe den Hunger und die Macht, die ich über andere habe, wenn sie sich aufregen. Es hört sich zwar doof an, aber ich genieße es einfach. Sie regen sich wegen nichts auf. Mein Magen schmerzt zwar jetzt vor Hunger, aber es ist wunderbar. Ich hab seit Montag schon ein wenig abgenommen, es soll aber noch weitaus mehr werden. Ich darf nicht schwach werden, es läuft grad zu gut. Lieber Hungern als Kotzen.

Die Sonne scheint, bin viel draußen und es ist toll. Liebste Heimat, du tust mir gut.

Montag, 18. April 2016

vacation

Ich hab heute quasi nichts gegessen. Den ganzen Tag habe ich mir lernen, aufräumen, fressen, kotzen, rauchen und 9gag verbracht. So ziemlich in der Reihenfolge, mehrmals. Ich habe durchweg fiese Magenschmerzen (wer hätte es gedacht) und auch mein Rücken brennt wie Hölle, wieso auch immer. Jede Bewegung schmerzt, egal ob ich stehe, mich bewege, liege oder sitze. Alles tut weh. Ich fress deswegen schon seit ein paar Tagen meine restlichen Ibus und ich hoffe, dass es bald weggeht.
Zu dem hatte/habe ich seit einer Woche wohl ne fiese Blasenentzündung, aber ich bin auf dem Weg der Besserung(hoffentlich).
Ich habe auch seit einer Woche Urlaub und ich war kaum produktiv, bis auf die letzten Tage. Meine Abschlussprüfung steht ins Haus und ich sollte eigentlich noch viel mehr machen, damit ich da nicht auch versage, wie ich es schon mein ganzes Leben lang mache, dreckige Versagerin.
Ab morgen bin ich dann endlich in meiner geliebten Heimat, wo ich hoffentlich die Seele baumeln lassen kann und evtl sogar ein paar Kilos, kotzen wird wohl kaum drin sein  
Ich freue mich jetzt schon auf meine Familie, meine Freunde(ganz besonders auf meine allerliebste, liebste Seelenverwandte L.) und mein geliebtes Meer!

Ich möchte mich dort unbedingt tattowieren lassen und ich hoffe, dass einer kurz Zeit hat, ich auf den Stuhl hopsen darf und der losstochern kann. Ich hab mich zwar noch nicht ganz entschieden, aber es wird ein kleiner Spruch werden, der nicht allzu aufwändig sein wird.

Kurz um, ich lebe, zwar nicht richtig, aber ich tue es. Mehr als Atmen kann man von mir nicht verlangen. Vielleicht schaffe ich es ja, mich zu melden, ansonsten... Bis in zwei Wochen !



Mittwoch, 13. April 2016

closed.door

Kaum hat sich die Tür geschlossen, ging ich rüber und stopfte mir alles in meine Fressluke.
Gierig, wie automatisch.
Ich starrte vor mich hin auf die flimmernden Bilder der Serie, die ich guckte.
Eifrig griff ich nach den Keksen und der Schokolade.
Noch einen Toast mit Frischkäse.
Drei Scheiben Wurst auf einmal. Die Kekse waren schneller leer, als ich nachdenken konnte.
Doch je schneller das Essen leer war, desto mehr füllte sich die Leere meines Körpers.
Mir wird komisch doch ich esse, nein, ich fresse weiter.
Schnell und gierig finden weitere Schokoriegel Platz in meinem Magen.
Vergiss das Trinken nicht, ermahne ich mich selbst.
Nach ein paar Schlücken geht es weiter. Noch mehr, immer mehr stopfe ich hinein.
Ich zähle schon garnicht mehr, wie viel ich in meinen Magen stopfen kann.
Am Ende sehe ich nur sie leeren Verpackungen, die Krümel auf meiner Hose und meinem Sofa. Mein Magen schmerzt, doch ich kann nicht aufhören.
Immer mehr und mehr.
Ich kann mich kaum noch bewegen.
Ein, zwei, drei große Schlücke spülen nun auch die letzten Krümel herunter.
Ab ins Bad, laut die Musik an.
Die Zahnbürste rammt sich fast wie von selbst in meinen Rachen.
Der Schwall des Essen ergibt sich in die Toilette.
Ich beginne zu wanken.
Schwarze Punkte tanzen vor meinem Auge.
Ich schließe sie kurz, atme tiefe durch - bloß nicht schlucken!
Der Rest kam auch, doch wie automatisch kann ich nicht aufhören.
Bittere Galle schmecke ich, es kommt nichts mehr. Mein Magen schmerzt so sehr.
Ich fühle mich schwach.
Erstmal eine Rauchen.
Ich fühle mich einsam, aber für einen kurzen Moment trotz der Leere meines Magens nicht leer. Ich war für einen kurzen Moment vollkommen.
Mein Bedürfnis wurde gestillt.
Es wird nicht lange dauern, da packt es mich wieder, doch erstmal bleibt die Tür geschlossen. Vielleicht für Minuten, Stunden oder Tage. Wer weiß das schon.
Das Einzige, was ich weiß, dass ich mich für einen kurzen Moment nicht leer fühlte.
Es ist meins und niemand kann es mir nehmen, niemand kann so gut die Leere füllen.