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Mittwoch, 2. November 2016

how.much

Manchmal frage ich mich, wie viel der Körper eigentlich aushalten kann.
Nein, nicht nur der Körper, ich als ekliges, menschliches Wesen.
Ich kotze immernoch bei jeder erdenklichen Möglichkeit.
Ich gebe Unmengen an Geld aus, kauf für eine Kleinfamilie ein und esse es dann innerhalb weniger Stunden auf.
Ich merke, dass ich körperich etwas eingeknickter werde.
Ich werde schnell müde, mein Herz rast oder es springt mir fast aus der Brust.
Ich finde wenig Antrieb etwas zu tun, außer es dreht sich um Sex oder Saufen.
Es ist schwer für mich mir das alles immer und immer wieder vor Augen zu führen.
Bulimikerin, ich hab es verkackt.
Ich esse Unmengen, ramme mir meine Zahnbürste in den Rachen, bis es nicht mehr geht.
Bis ich zitternd, weinend über der Kloschüssel hänge und mich so lange quäle bis auch der restliche Fitzel der Kalorienbomben aus meinem Körper gewichen ist.
Lieber noch paar mal nach hämmern, könnte ja noch was feststecken.
Dann rauch ich mir eine, krieg meinen Kreislauf klar und dann geht es weiter.
Ich ertrage es nicht Essen im Haus zu haben.
Alles muss vernichtet werden.
Auf Arbeit spiele ich meine Scharade.
Alles ist gut, ich kann ES nicht verstehen und ich liebe essen.
Gut, der letzte Teil stimmt.
Essen ist geil.
Sich alles reinbimsen, bis nichts mehr geht und bis der Bauch sich spannt, dass man Angst hat, dass gleich der Magen reißt,aber selbst dann geht noch ne Pizza rein.
Wenn da nicht die Kalorien und das Stimmchen wären, was immer lauter summt, brummt, schreit, beleidigt, dass ich eine eklige, hässliche, dumme, fette Kuh bin, die sich jetzt sofort alles wieder rausholen muss.
Manchmal frage ich mich, ob mich meine Nachbarn hören und was sie sich wohl denken.
Vermutlich, dass ich jeden Tag Magen-Darm-Beschwerden habe.. oder so.
Es ist ein unendlicher Kreislauf, eine Spirale aus der ich nicht entkommen kann.

Dann ist da noch mein Freund.
Ich liebe diesen Menschen über Alles,wirklich.
Schwer vorstellbar, wenn ich noch nicht mal mich lieben kann.
Aber mir fällt es schwer ihm zuvertrauen.
Ich weiß nichts über ihn.
Ich bin zwar ein Teil seines Lebens, aber ich bin kein Teil seines Lebens.
Ich kenne nur ihn, sonst niemanden.
Verrückt oder?
Wir seit anderthalb Jahren zusammen und ich habe einmal(!) seinen besten Freund kennengelernt.
Ich vermute ich darf niemanden kennenlernen.
Vielleicht bin ich ihm zu hässlich, zu dick, zu eklig oder zu dumm.
Wer weiß das schon.
Ich weiß noch nicht einmal wo er wohnt(obwohl ich davon überzeugt bin, dass er noch bei seiner Ex wohnt, bzw es deutet alles darauf hin)

Lange, kurze Rede - kurzer Sinn...
Das fuckt mein Köpfchen auch extrem ab.
Wir wollen auch zusammenziehen aber unter solchen Vorrausetzungen nicht.
Ich weiß auch nicht, wie ich ihn damit konfrontieren soll.

Kurz was positives am Rande - Ich hab alle Prüfungen bestanden! YAY!!

Wie man sieht, ich fahre mein Leben mit Kotzen, Misstrauen & Eifersucht,Alkohol und Kippen an die Wand - ein Hoch auf Mich !
Langsam kribbelt es auch wieder in den Fingern.
Ich versuche den Drang den Rasierer auseinander zu nehmen zu unterdrücken.
Ich weiß, dass es nicht gut ist.
Das habe ich auch besser unter Kontrolle, aber ich weiß nicht für wie lange, was wieder passieren muss, dass es wieder soweit ist.

Erbärmlich

Dienstag, 13. September 2016

unfair.fair

will nicht viele worte verlieren.
ich war unfair.
er hat mich verletzt.
er wollte es mir nicht glauben.
machte mir vorwürfe.
er schrie.
ich sei nicht ehrlich.
immer wieder.
den tränen nahe.
dann hab ich mich verletzt.
vor seinen augen.
ich wusste es verletzt ihn.
war ich unfair?
er wollte gehen.
schlüssel gab er mir wieder.
ich weinte.
blut auf dem boden vor der tür.
ich saß davor.
ich weinte.
er blieb da.
ich setzte mich in die dusche.
klinge über meine füße.
er hat es nicht gesehen.
war ich fair?

Dienstag, 23. August 2016

too.much

Puuuhhh! Endlich habe ich mal wieder Zeit und Lust was zu schreiben. Ich war viel beschäftigt mit Lernen,Prüfungen, Arbeiten und Urlauben. Das Essen und Kotzen hatte seine Hochs und Tiefs. Momentan bin ich wieder in einem Tief. Nach dem Urlaub hab ich kaum zugenommen und irgendwie brach es wieder ein.Ich hab gefressen, gekotzt und mal auch nur gefressen.Ich wiege wieder so viel,wie ich es schon lange nicht mehr tat und es tut weh.Aber ich werde mich bemühen gesünder und vorallem weniger zu Essen. Ich merke wie alles an mir schwabbelt und wabbelt. Ich hab noch zwei Prüfungen vor mir und vielleicht können die mir auch noch ein wenig helfen, in dem ich mich mit Lernen ablenke.

Ansonsten. Es läuft mit meinem Freund gut, ich habe mich schon lange nicht mehr geritzt. Das letzte Mal ist schon so ´lange her, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann - Schagga!
Ich bin wieder Urlaubsreif, aber wer ist das nicht ? Kaum ist man vom befreienden Gefühl und der tollen Umgebung weg, holt einen der Alltag ein und es ist so, als ob man nie weggewesen ist. Aber in knapp einem Monat, nach den letzen Prüfungen, steh wieder eine Woche Urlaub an und da ruft mich das Meer. Schön an den Strand legen oder da spazieren gehen und einfach die Seele baumeln lassen. Ich liebe das Meer, den Geruch, das Rauschen der Wellen, das zarte Kribbeln des Sandes unter meinen Zehen und natürlich diesen herrlichen frischen Wind. Es ist zwar noch ein weiter Weg bis dahin, aber das wird schon. Ich hoffe jedenfalls,dass ich noch ein wenig abnehmen kann und mich im Bikini zeigen kann, sofern es noch warm genug ist zum Baden.

Ansonsten ist alles beim Alten. Ich lebe, arbeite, kotze, liebe und esse. Cheers.

Montag, 27. Juni 2016

something.like.fear

Die letzte Magensäure bahnt sich den Weg meine Speiseröhre hoch.
Bitterer Geschmack in meinem Mund.
Bitterer Geruch in meiner Nase.
Meine Hand ist voller Kotze - ekelhaft.
Mund ausspülen, Toilette abziehen, putzen, erneut abziehen.
Scheiße stinkt das überall nach Kotze - widerlich.
Meine Knie werden weich, mir ist es egal.
Der Wasserkocher zischt, während ich mir eine drehe.
Mein Magen schmerzt, mein Hals tut weh und meine Nase brennt.
Ich rauche genüsslich.
Langsam fängt das Zittern an.
Mir wird komisch.
Ich schwitze.
Mein Herz will mir aus meiner Brust springen.
Ich ignoriere es.
Erstmal die Wärmflasche fertig machen, wird schon wieder.
Ich zittere heftiger.
Mir wird leicht schwarz vor Augen.
Ich ertaste meinen Puls - etwas über 100, geht noch.
Meine Beine können mich kaum halten - hinlegen.
Ich schwitze unentwegt.
Das Zittern hört nicht auf.
Zum Glück ist mir nicht mehr schwarz vor Augen.
Mein Herz hämmert, drückt, pocht.
Es will sich bei jedem einzelnen Schlag durch meinen Brustkorb drücken.
Langsam kriege ich Panik.
Beine hoch - wird schon.

Kreislauf normalisiert sich langsam.
Die Panik ist wieder vergessen.
Das Kreislaufspacken ist wieder vergessen.
So wie jedes Mal.
Es wird niemals enden.
Ich mache immer weiter.
Bis es wohl zu spät sein wird.
Es wird niemals enden.


Mittwoch, 22. Juni 2016

cry.baby.cry

Ich bin eigentlich nur dauerhaft am Rumheulen, wie kacke das doch alles ist. Ich weiß auch garnicht mehr, was ich großartig Neues schreiben soll. Es verläuft alles so unglaublich routiniert. Mein Morgene sind so durchgeplant. Weiter gehts mit Arbeiten. Sobald ich danach einkaufen war, geht es zurück ins Kotzschloss und dann wird gefressen, gekotzt, gefressen, gekotzt, gefressen, gekotzt,... Irgendwann gehe ich dann ins Bett. Mehr ist da einfach nicht und das ist doch so traurig. Ich mache aus meinem Leben nichts und fahre es mit jedem Kloschüsselknutschen weiter an die Wand und noch tiefer in die Scheiße. Vermutlich kann ich nicht mehr ohne, nie wieder. Außer wenn ich alt(vielleicht werde ich das auch nie...) bin. Dann fress ich nur noch und werd fett - interessiert doch keinen.

Arbeit ist momentan nur noch anstrengend und der Versuch nebenbei zu lernen macht es auch nicht wesentlich besser. Grade jetzt zur EM wird es schwer sich zu motivieren, weil ich doch lieber 22 Schönlingen dabei zugucke, wie sie nem Ball hinterher laufen. Ich bin froh, wenn ich meine Abschlussprüfungsteile hinter mir habe und ich erstmal gepflegt chillen/mich betrinken kann.

Es ist in der ganzen Zeit noch nicht mal irgendwas Positives passiert, was meine Laune richtig angehoben hat. Mein Freund sagt mir häufig ab, andere Freunde haben auch selten Zeit, meine Seelenverwandte L. kann ich auch nicht sehen und Ausbildungsmäßig ist jetzt auch nichts geschehen. Es ist grade durch und durch Quälerei und Negatives.

Keine Ahnung, was ich sonst noch von mir geben kann - Sorry.

Sonntag, 12. Juni 2016

awful

Die Woche war eine reinste Katastrophe, anders kann man es echt nicht beschreiben.Ich habe jeden Tag mehrmals gekotzt - ekelhaft.
Dazu kommt, dass sich die Pläne wieder verschoben haben, mein Freund wieder keine Zeit hatte und ich den Rest derWoche alleine war.Selbst schuld, wenn ich mich in solch eine Abhängigkeit begebe, aber es war so enttäuschend und so unerträglich. Was will man machen, bin ja nur ich.Ich stelle mich niemals über irgendjemanden - für mich ist jeder andere Mensch wichtiger als ich und deswegen soll er auch für jeden anderen Menschen eher da sein als für mich, auch wenn es mich innerlich zerreißt.
Ich bin nicht egoistisch, nur in meinen Gedanken bin ich es, aber über die rede ich ja nicht, genauso wenig über meine Gefühle, weil er da meist einen persönlichen Angriff sieht oder es garnicht wahrnimmt, dass ich grade über meine innersten, tiefsten (wäääh, wie ich das hasse!) Gefühle spreche.

Ich ertrage es grade einfach nicht mehr. Es tut mir leid, ich habe das Duschwasser wieder rot getränkt. Es brennt an meinen Armen, es brennt an meinen Knöcheln. Ich bin heute Nacht völlig ausgerastet und hab mir alles aufgeritzt, was es gibt, kein Fleckchen Schulter ist ohne Wunde.
Ich bin halt eine Versagerin, die nicht liebenswert ist und mit der man keine Zeit verbringen möchte, von der man nicht wissen will, ob sie sicher angekommen ist oder wie es ihr grade einfach nur geht - bin nur eine ekelhafte, fette, dumme, ritzende, Kackbratzen-Bulimikerin - mehr nicht. Eigentlich sollte ich mal sterben oder meine Bulimie mich in die Knie zwingen, aber mein Körper ist leider so widerstandsfähig..Dummes Ding.

Montag, 6. Juni 2016

heavy

Was für ein Wochenende. Nicht nur, dass es ziemlich warm war sondern auch, dass es recht anstrengend war. Ich war lange in der Stadt und dann auf dem Geburtstag. Essenstechnisch konnte ich mich ganz gut zurückhalten und hab mich eher aufs Gemüse konzentriert. Alkohol hab ich ganz gut getrunken, war dann auch relativ müde/betrunken danach. Wir waren lange da und haben viel geholfen besonders beim aufräumen.
Gestern war "ausnüchtern" angesagt und den ganzen Tag geschlafen bzw im Bett gelegen und Serien geguckt. Ich weiß nicht, wieso, aber nach dem Trinken hab ich immer besonders Hunger. Erst hab ich ne Schale Nachos vernichtet, anschließend Pizza und fettigen Kleinscheiß - eklige, fette Kuh.
Ich hab mich garnicht erst auf die Waage getraut. Das wollte ich mir dann nun doch nicht antun. Ich hätte eh nur geheult. Nachdem die Waage Samstags schon kacke zu mir war (hab geheult, zum Glück hat mein Freund noch geschlafen), konnte sie nur Sonntag und heute erbarmungslos sein. Wenn erstmal die Woche rum ist und ich mich nicht mehr ganz so aufgebläht und wie ne fette Kuh fühle, erdrücke ich die Waage evtl mal wieder mit meinem Gewicht.
Ansonsten Arbeit ist halt Arbeit - da gibts nicht viel zu erzählen. Die wundern sich, wieso ich "nur" einen Apfel und einen Optiwell-Joghurt esse, aber ich schiebe alles auf das warme Wetter. "Wenn es so heiß ist, mag ich kaum essen". Wenn die wüssten, dass das total gelogen wäre und das ich das zehnfache von dem essen könnte, was die tun.

Fazit: Das Wochenende hat zwar Spaß gemacht, aber sehr figurbedacht war es nicht - vielleicht wird die Woche besser.

Ich wünsch euch einen angenehmen Start in die neue Woche und eine schöne noch dazu.

Cheerio

Donnerstag, 2. Juni 2016

just.a.plan

Meine Fresse, bin ich wieder eine Versagerin gewesen. Ekelhaft, sündhaft, widerlich.
Der Tag hatte nicht mal verkehrt angefangen. Da ich heute nur Schule hatte, habe ich mir wie die letzten Wochen vorgenommen "flüssig" zu bleiben. Zwei Kaffee, zwei kleine Fruchtsäfte und ansonsten zuckerfreien Eistee *so much in loooooove* . Soweit so gut.
Eine Freundin kam heute vorbei und wir haben uns vorher was knabbern geholt - blödeste Idee ever. Ich hab versucht mich zurückzuhalten und möglichst wenig davon zu essen. Meine Finger klebten und glänzten vom ekligen Fett, was sich schon gierig an meine Hüften ablagerte. Ich hab versucht mir das Gefühl wegzutrinken und mir selbst vorzulügen, ich bin so "voll" wegen des Trinkens. Tja, so einfach kann man sich doch selbst belügen - dreckige Versagerin. Kotzen war leider nicht drin. Eigentlich hätte mein Freund heute Abend kommen sollen (Selbstschutz, die eine geht, der andere kommt). Ich hab mir das schon zurecht gelegt gehabt, damit ich mal einen Tag nicht die Kloschüssel abknutsche.
Es musste so kommen, wie es kommen musste - er kam nicht. Kaum war die Tür geschlossen und ich mich vergewissert habe, dass meine Freundin wirklich weg ist, habe ich mir die restichen Tüten Chips weggehauen, halbe Gläser Erdnussbutter und Nutella, etwa ne halbe Packung Toast und massig Schokolade und Weingummi nebenbei  -da is nichts mehr mit "Ach das Trinken, deswegen bin ich so voll".

Jetzt hock ich hier, Gesicht ist angeschwollen, sauer auf mich selbst und auf meinen Freund.
Ich darf ihm eigentlich keinen Vorwurf machen. Wenn man kurzfristig keine Zeit hat, dann hat man keine Zeit, ist ja nicht so, dass ich weglaufe. Bin eh gefangen in meinem Kotzschloss. Aber der Plan war durchdacht und zurecht gelegt.
Daran merke ich doch wieder, wie abhängig ich von anderen bin. Ich habe mich selbst überhaupt nicht im Griff und mein fettes, gefräßiges Ich (Oh, hey, da gibt es ja nur eins, ICH ALLEINE!) wartet nur auf eine Möglichkeit sich alles reinzudrücken und reinzuzwängen, was in greifbarer Nähe ist - was in meiner kleinen Wohnung nicht grade schwer ist.
Manchmal wünschte ich mir, ich hätte es mehr im Griff. Ich habe es schon wieder ein, zwei Mal probiert, aber es will einfach nicht klappen. Grade wenn ich alleine bin, ist alles in meinem Magen zu viel. Jedes kleinste Essen belastet meinen Magen so sehr, dass ich mir denke "Fuck off, immer rein da, ist doch eh schon halb voll".
Ich bin eigentlich überhaupt nicht fähig alleine zu wohnen, aber mit jemandem zusammen da habe ich große Panik vor. Ich möchte zwar mit meinem Freund zusammenziehen, aber je näher "der Termin" rückt, desto weiter kriege ich Panik. Und etwa nicht, weil ich mir denke, dass wir bestimmt viel Essen werden oder nicht miteinander klarkommen sondern weil es für mich schwieriger werden wird zu Kotzen. Anstatt mich auf die Wohnung & auf den neuen Lebensabschnitt zu freuen, frage ich mich, wann ich wie wo am Besten Kotzen kann und wie lange er ungefähr wohl arbeiten wird.
Manchmal frage ich mich, ob ich bindungs - & beziehungsfähig bin oder ob ich mir nur jemanden suche, von dem ich mich abhängig machen kann und den ich, anstelle von meiner ekligen, fetten Wenigkeit, lieben kann.

Irgendwie finde ich keine abschließenden Worte, deswegen lass ich das einfach mal so stehen.

Mittwoch, 1. Juni 2016

a.lie.is.not.a.crime

"Du bist so dünn geworden"
"Du hast doch abgenommen"
"Man spürt doch nur noch deine Rippen"

Worte, die wie Öl runtergehen.
Innerlich freue ich mich natürlich, wenn mein Freund mir so etwas sagt, aber ich widerspreche ihm immer wieder. Ich kann es einfach nicht zugeben. Wir hatten uns schon das ein oder andere Mal gestritten, weil ich "kaum noch was esse" und "es immer weniger wird". Wenn ich jetzt auch noch sage, dass ich ein wenig abgenommen habe, dann fühlt er sich bestätigt und das möchte ich nicht.
Ich vermeide jegliches Essen in Anwesenheit anderer (was ich alleine mache dürfte wohl aus den vorherigen Posts hervorgegangen sein).
Zu mal ich nicht mal sichtlich abgenommen habe. Die paar Kilos kann man doch überhaupt nicht sehen, noch nicht mal Ich sehe sie. Es ist immernoch alles voller Fett. Er sagt zwar immer, ich sei so muskulös, aber ich sehe nur Fett, was an meinen Armen, meinen Beinen und überall am Rest des Körpers herunterhängt. Widerlich.

Ich weiß nicht, wo das noch hinführen wird und ob er mich irgendwann auf die Waage zerren wird, obwohl er dann kein bisschen besser wäre als meine Mutter, oder ob er sensibel genug ist, darauf nicht einzugehen.
Was mich immer wieder irritiert, wenn er sowas sagt ist, dass er es so betont als ob es ein Verbrechen wäre, dass ich ein paar Kilos verloren hätte. Er hat mich mit wesentlich weniger Kilos kennengelernt und schon da fand er mich "sexy" und "wunderschön", was juckt es denn, wenn ich das (und noch weniger) wieder ansteuer?

Am Wochenende bin ich auf einem Geburtstag, wo gegrillt wird. Ich hoffe, dass ich mich zusammenreißen kann. Auf Alkohol hab ich nach wie vor keine Lust. Es ist zwar im privaten Kreis, aber der eine Abend hat mich echt ein wenig traumatisiert.

Kurzes, sinnloses Update.

Eine schöne Woche noch.

Freitag, 27. Mai 2016

shame.on.me

Zu allererst will ich loswerden, dass ich grade nichts kommentieren kann, weil meine Browser spinnen und alles grad irgendwie sehr schrottig ist, aber ich bemühe mich das alles in Ordnung zu bringen. Ich freue mich aber dennoch über jeden Kommentar, der mir hinterlassen wird und ich werde auch jeden lesen !

Ich bin grade wieder am arbeiten und es haut mich echt aus der Bahn. Es ist wahnsinnig anstrengend und das After-Work-Kotzing ist auch nicht grade hilfreich. Ich kann aber leider nicht anders. Sobald sich die Tür schließt, ich meinen schweren Fresseinkauf (zum 300000. Mal die Woche) im Flur abstelle, kenne ich nur eins "Fressen, Kotzen, Rauchen, Kreislauf in Ordnung bringen" und das solange, bis ich mich schlafen lege.
Mein Herz springt mir zwischenzweitlich fast aus der Brust, sodass ich manchmal echt Angst habe, aber stört mich das? Nein, ich warte bis es vorbei ist, stecke mir noch mehr Toast in den Toaster und esse meinen Nudelsalat weiter, wobei ich nebenebei immer mal wieder in den Muffin beiße.
Ich bring jeden Tag Müll runter und muss quasi alle 3 Tage spülen. Ich lasse niemals Besuch rein und öffne nur die Tür, wenn sich jemand angekündigt hat(ich hasse unangekündigten Besuch, dass wissen aber auch alle - naja, der liebe Paketbote nicht).

Eigentlich sollte ich lernen, das denke ich mir jeden Tag aufs Neue. Manchmal schreibe ich zwischen den Fressphase meine Lernkarten, aber ansonsten habe ich anstelle eines Stiftes eine Gabel in der Hand und anstelle eines Lehrbuches die Nudeln vor der Nase. Es ist zum Kotzen, im wahrsten Sinne.
Ich kann und will einfach nicht aufhören. Es gehört zu mir, seit so vielen Jahren und ich kann es einfach nicht gehen lassen (außer ich bin total betrunken). Sonderlich gut abnehmen tu ich damit nicht, aber das liegt vermutlich daran, dass ich nicht Kotzen kann, wenn mein Freund da ist. Wir essen gerne zusammen und auch nicht immer ausgewogen und gesund. Es ist so schlimm, dass ich meinen Trieben nachgebe und meistens ich diejenige bin, die  äußert, dass sie Bock auf XY hat. Er, lieb wie er ist, möchte mir das natürlich erfüllen. Wenn wir zusammen sind haben wir immer Hunger.

Ansonsten lebe ich tatsächlich vor mich hin. Ich gehe arbeiten, ich geh meine Würde im Klo ertränken und ic gehe schlafen. Ab und zu treffe ich mich mit Freunden, aber das ist momentan wirklich selten. Ich verkrieche mich lieber und schotte mich von der Außenwelt ab. Nur mein Freund, darf mein kleines Kotzschloss betreten. Dann wird das Kotzschloss zu ner Fressruine.

Ich würde wirklich liebend gern mehr schreiben, aber aus mehr besteht mein Leben grade nicht. Wenigstens lasse ich grade die Selbstverletzung, obwohl es mir immer wieder in den Fingern juckt. Aber ich projeziere es lieber aufs Essen, sodass ich mich durchs Kotzen und das Kreislaufversagen selbst bestrafe. Es ist nur eine Frage der Zeit, denke ich, bis ich wieder vollkommen ausraste und meine Oberarme in Blut tränke.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende - ich darf arbeiten.

Cheerio

Samstag, 21. Mai 2016

down

Puuuhhh... es ist grade sehr anstrengend. Ich bin viel am lernen, versuch Zeit mit Freunden zu verbringen und vorallem mit meinem Freund. Alles wächst mir über den Kopf und ich steh, dreh mich im Kreis und weiß nicht vor und nicht zurück. Was ist die letzten Wochen passiert ?
1.Ich hab mich tattowieren lassen (Motiv zeig ich nicht, da es was recht markantes ist).

2. Mir wurden eiskalt Schlummertropfen beim feiern verabreicht - war n kurzer Abend für mich... also den ich bewusst erlebt hab...

3. Seit ich in der Heimat war hab ich "verlernt" zu essen. Ich trinke nur.. Kaffee oder mal n Fruchtding. Wenn ich alleine bin, dann stopf ich mir alles in die Futterluke, was geht und huldige anschließend dem Porzellangott - tja, irgendjemand muss ja der Versager sein.

4. Ich bin tatsächlich unter meine eine magische Grenze gekonnen, jetzt hoff ich, dass ich das halten bzw noch weiter minimieren kann.

5. Lernen, lernen, lernen, ich dreh durch !!

Nebenbei passiert noch Kleinschneiß, der aber eher uninteressant ist. Vor mir liegen noch harte Wochen und viel Essen. Ich werd nicht EssAbstinent werden können, dazu fress ich zu gerne geilen Scheiß( gut - um es hinterher wieder loszu werden).
Ich bin gespannr, was die Zukunfts-Lili so treibt.

Cheerio und schönes Wochenende! 

Donnerstag, 21. April 2016

lovely.hunger

Es läuft besser als gedacht. Seit Montag komme ich auf 1,5 Chickenburger, einen kleinen Quark und ein wenig Pizza. Ich liebe den Hunger und die Macht, die ich über andere habe, wenn sie sich aufregen. Es hört sich zwar doof an, aber ich genieße es einfach. Sie regen sich wegen nichts auf. Mein Magen schmerzt zwar jetzt vor Hunger, aber es ist wunderbar. Ich hab seit Montag schon ein wenig abgenommen, es soll aber noch weitaus mehr werden. Ich darf nicht schwach werden, es läuft grad zu gut. Lieber Hungern als Kotzen.

Die Sonne scheint, bin viel draußen und es ist toll. Liebste Heimat, du tust mir gut.

Montag, 18. April 2016

vacation

Ich hab heute quasi nichts gegessen. Den ganzen Tag habe ich mir lernen, aufräumen, fressen, kotzen, rauchen und 9gag verbracht. So ziemlich in der Reihenfolge, mehrmals. Ich habe durchweg fiese Magenschmerzen (wer hätte es gedacht) und auch mein Rücken brennt wie Hölle, wieso auch immer. Jede Bewegung schmerzt, egal ob ich stehe, mich bewege, liege oder sitze. Alles tut weh. Ich fress deswegen schon seit ein paar Tagen meine restlichen Ibus und ich hoffe, dass es bald weggeht.
Zu dem hatte/habe ich seit einer Woche wohl ne fiese Blasenentzündung, aber ich bin auf dem Weg der Besserung(hoffentlich).
Ich habe auch seit einer Woche Urlaub und ich war kaum produktiv, bis auf die letzten Tage. Meine Abschlussprüfung steht ins Haus und ich sollte eigentlich noch viel mehr machen, damit ich da nicht auch versage, wie ich es schon mein ganzes Leben lang mache, dreckige Versagerin.
Ab morgen bin ich dann endlich in meiner geliebten Heimat, wo ich hoffentlich die Seele baumeln lassen kann und evtl sogar ein paar Kilos, kotzen wird wohl kaum drin sein  
Ich freue mich jetzt schon auf meine Familie, meine Freunde(ganz besonders auf meine allerliebste, liebste Seelenverwandte L.) und mein geliebtes Meer!

Ich möchte mich dort unbedingt tattowieren lassen und ich hoffe, dass einer kurz Zeit hat, ich auf den Stuhl hopsen darf und der losstochern kann. Ich hab mich zwar noch nicht ganz entschieden, aber es wird ein kleiner Spruch werden, der nicht allzu aufwändig sein wird.

Kurz um, ich lebe, zwar nicht richtig, aber ich tue es. Mehr als Atmen kann man von mir nicht verlangen. Vielleicht schaffe ich es ja, mich zu melden, ansonsten... Bis in zwei Wochen !



Mittwoch, 13. April 2016

closed.door

Kaum hat sich die Tür geschlossen, ging ich rüber und stopfte mir alles in meine Fressluke.
Gierig, wie automatisch.
Ich starrte vor mich hin auf die flimmernden Bilder der Serie, die ich guckte.
Eifrig griff ich nach den Keksen und der Schokolade.
Noch einen Toast mit Frischkäse.
Drei Scheiben Wurst auf einmal. Die Kekse waren schneller leer, als ich nachdenken konnte.
Doch je schneller das Essen leer war, desto mehr füllte sich die Leere meines Körpers.
Mir wird komisch doch ich esse, nein, ich fresse weiter.
Schnell und gierig finden weitere Schokoriegel Platz in meinem Magen.
Vergiss das Trinken nicht, ermahne ich mich selbst.
Nach ein paar Schlücken geht es weiter. Noch mehr, immer mehr stopfe ich hinein.
Ich zähle schon garnicht mehr, wie viel ich in meinen Magen stopfen kann.
Am Ende sehe ich nur sie leeren Verpackungen, die Krümel auf meiner Hose und meinem Sofa. Mein Magen schmerzt, doch ich kann nicht aufhören.
Immer mehr und mehr.
Ich kann mich kaum noch bewegen.
Ein, zwei, drei große Schlücke spülen nun auch die letzten Krümel herunter.
Ab ins Bad, laut die Musik an.
Die Zahnbürste rammt sich fast wie von selbst in meinen Rachen.
Der Schwall des Essen ergibt sich in die Toilette.
Ich beginne zu wanken.
Schwarze Punkte tanzen vor meinem Auge.
Ich schließe sie kurz, atme tiefe durch - bloß nicht schlucken!
Der Rest kam auch, doch wie automatisch kann ich nicht aufhören.
Bittere Galle schmecke ich, es kommt nichts mehr. Mein Magen schmerzt so sehr.
Ich fühle mich schwach.
Erstmal eine Rauchen.
Ich fühle mich einsam, aber für einen kurzen Moment trotz der Leere meines Magens nicht leer. Ich war für einen kurzen Moment vollkommen.
Mein Bedürfnis wurde gestillt.
Es wird nicht lange dauern, da packt es mich wieder, doch erstmal bleibt die Tür geschlossen. Vielleicht für Minuten, Stunden oder Tage. Wer weiß das schon.
Das Einzige, was ich weiß, dass ich mich für einen kurzen Moment nicht leer fühlte.
Es ist meins und niemand kann es mir nehmen, niemand kann so gut die Leere füllen.

Samstag, 26. März 2016

die

Hätte Lust einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen.
Einfach so, kurz und schmerzlos.
Aufhören zu atmen, zu denken, zu fühlen.
Weg sein und frei sein.

Mittwoch, 23. März 2016

tired.of.this.shit

Ich bin müde, ausgelaugt und antriebslos. Ich kann mich selten aufraffen irgendwas zu tun(hey, heute habe ich es immerhin geschafft, das Essen, was ich zwei Stunden bevor ich nach Hause kam gegessen hab, wieder rauszukotzen), geschweige denn in meiner freien Zeit vor die Tür zu gehen. Ich pendle eigentlich nur zwischen meinem Bett und der Arbeit hin und her. Es ist so grauenvoll. Ich fühle mich schäbig, nicht liebenswert und einfach nur Fehl auf dieser Welt.
Wenn ich nicht arbeiten bin, hänge ich kotzend über meinem Essensreste-Prozellan-Gefäß oder ich hungere neben meinem Freund im Bett.
Er bemüht sich sehr mich zum Lachen zu bringen und dass ich mich wohlfühle, wobei ich nichts davon annehmen kann. Ich bin nicht schlank, ich bin fett. Ich bin nicht hübsch, ich bin eine Kackbratze.
Meine heimlichen, selten ausgesprochenen, Selbstmordgedanken sind wieder zurückgefahren - trau mich ja eh nicht, ich masochistisches, dummes Mädchen. Dafür steigt mein Wunsch mir alles an meinem eh schon viel zu hässlichen Körper aufzuschlitzen. Alles aufzuritzen, was ich hasse und was ich nicht mehr sehen kann.
Mit Mühe und Not versuche ich mich abzulenken, aber spätestens beim nächsten Streit oder nach dem nächsten Nervenzusammenbruch werd ich es nicht mehr schaffen.

Ich sollte mir eigentlich nichts vormachen. Ich werde es nie wieder unter 60kg, geschweige denn unter 50kg wiegen. Ich bin verdammt dazu irgendwo zwischen den 60ern und der Kloschüssel rumpendeln. Es ist so deprimierend, dass ich es nicht mehr hinkriege. Ich könnte jedes Mal heulen, weinen, schreien, den Spiegel zerschlagen(und mir mit den Scherben meine Arme aufschlitzen), wenn ich mich darin sehe. Immer wenn ich denke "Hey, dein Tag lief gut, hast nur n Brot gegessen", dann schlägt mir die Waage am nächsten Tag mir dermaßen in die Fresse, dass ich mich zusammenreißen muss nicht n Heulkrampf zu kriegen - jeden Tag.
Mein Stoffwechsel ist wohl so verkackt und so im Arsch, dass ich sogar von nichts (OLE!!) zunehme. Ich komm einfach nicht mehr klar, aber das ist das Leben wofür ich mich entschieden habe. Hätte ich gewusst, dass es jetzt so aussieht, dann wäre ich vielleicht einen anderen Weg gegangen... oder ich hätte es damals nach der Klinik schlauer gemacht.

That's shitty life, bitch.




Dienstag, 1. März 2016

lovely.failure

Ich weiß, ich sollte mal öfter posten, aber in letzter Zeit war es einfach nicht drin.
Es stand eine Klausur an(damn, hab ich die halb gerockt), dazu kam, dass der Fetthaufen namens Lili (Hallo!) Geburtstag hatte und dementsprechend Besuch.
Meine letzten Wochen bestanden aus Lernen, Freund und ab und zu mal Freunde treffen, was aber im Prinzip das Lernen mit einschließt.
Ich hatte zwar einen schönen Geburtstag, aber die Waage ächzt wieder unter mir und ich bin noch mehr zu nem dicken Haufen mutiert.
Gekotzt hab ich ne Weile nicht mehr, aber nur weil mein Freund immer schon da ist, wenn ich nach Hause komme oder er kurz nach mir kommt.
Nach meinem Ausrasten an den Armen konnte ich auch mein SVV zügeln, bin mir aber nicht sicher wie lange das halten wird.

Ich arbeite grade in einer Psychiatrie(zum Glück keine Abteilung mit Schwerpunkt Essstörung, dann wäre ich denen da im Dreieck gesprungen) und würde denen am liebsten die Happy Pills klauen, die sie da so haben. Es ist komisch so ne Klinik aus einer anderen, aus der arbeitenden Perspektive zu betrachten. Es ist beklemmend, wenn man sieht, wie alles ist, wie die Leute drauf sind und wenn man daran denkt, dass man selbst genau weiß, wie es sich anfühlt in so nem Bums zu sein. Depressionen, Schizophrenie, Bipolarität, Kachexie/Anorexie. Alles Dinge die immer wieder genannt werden und ich stell mich eiskalt blöd. Eigentlich dämlich, selbst wenn ich viel weiß, heißt es ja nicht, dass ich es selbst habe.
Es ist verrückt, die Klinik riecht teilweise, wie meine alte Klinik. Die Struktur, Aufbau, Ärzte, Therapien, alles ähnlich. Es kommt einiges hoch und ich hoffe, dass ich die Zeit da gut aushalten kann.

Kurz um, ich lebe, ich trinke immernoch gerne, ich rauche viel zu viel, ich hasse mich immernoch selbst.
Also alles beim Alten.

Cheers.

Dienstag, 16. Februar 2016

silent.pain

Ich brauche es.
Ich kann nichht aufhören.
Ich will es.
Es hilft mir.
Ich lasse den Schmerz raus.
Mit jedem einzelnen Tropfen.
Die Klinge ist rot.
Meine Hände voller Blut.
An meinen Armen quillt es heraus.

Es tut mir leid, ich bin eine Versagerin.

Donnerstag, 11. Februar 2016

sometimes.alone

Die Nachtluft ist kalt.
Vereinzelt sind Sterne zu sehen.
Die frische, kühle Luft tut gut.
Meinem Körper, dem Kreislauf, dem Kopf.
Noch immer hab ich den bitteren Geschmack im Mund.
Selbst meine Zigarette kann ihn nicht überdecken.
Mein Blick ist streng nach vorne gerichtet,
nur keine Menschen ansehen.
Wie sie urteilen, dich verachten und sich ihre Gedanken machen.
Mich überkommt ein Gefühl der Einsamkeit.
Ich vermiss fucking nochmal meinen Freund.
Ich fühle mich wirklich einsam,
ohne ihn, scheiß Abhängigkeit.
Niemand ist da, niemand kann mir helfen.
Ich ertrinke mit meinen Gedanken,
mit meinen Gefühlen, mit meinem Chaos.
So viele Menschen und doch einsam.
Alleine bin ich nicht.
Jeden Tag habe ich mit Menschen zu tun.
An der Kasse beim Kaffee holen,
in der Bahn, auf Arbeit und in der Schule.
Doch keiner kann den Schmerz sehen.
Niemand kann den Schmerz fühlen.
Keiner schafft es, ihn mir zu nehmen.
Den Schmerz, die Unerträglichkeit und den Wunsch zu Sterben.
Es ist unfair, zu verlangen, dass es jemand könnte
oder auch nur daran zu denken.
Ich vermag nichts auf andere abzuladen,
schon garnicht auf die, die ich liebe.
Ich rede nicht gerne über mich, meine Gefühle,
mein Versagen und meine Schwäche.
Es geht niemanden was an.
Und niemand wird es je verstehen können.
Und so dränge ich mich selbst in die Einsamkeit.
Ich möchte doch nur, dass es endlich aufhört,
die Krankheit, mein Leben, diese Scheiße.
Verwirrend alles, ich weiß.
Meine Gedanken sind verstrickt und selbst für mich manches Mal nicht nachvollziehbar.
Aber so bin ich.
Einsam, mit dem Schmerz, den Gefühlen, die ich nicht auszuprechen vermag.



Sonntag, 7. Februar 2016

it.is.mine

Ich glaube, mir ist ein wenig was bewusst geworden.
Vielleicht weiß ich, wieso man nicht loslassen kann.
Wieso man sich so verbittert an das hält, was einen innerlich verbrennt.
Wieso man nicht loslassen kann von dem, was einen tiefer zieht.

Es ist meins.
Ganz kurz gesagt.
Niemand kann es mir wegnehmen, egal was getan wird.
Nimm dem Alki den Alkohol weg.
Nimm dem Drögi die Spritzen weg.
Der Freund verlässt dich oder entzieht dir Liebe.
Du wirst gekündigt oder Geld wird gestrichen.
Aber etwas, was in meinem Kopf ist, gehört allein Mir.
Jeder kann mich anschreien, mich schlagen, weinen und kämpfen.
Aber niemand wird es mir wegnehmen können.
Es ist meins, in meinem Kopf und niemand bekommt es.
Jeder hat schon einmal etwas verloren, was ihm lieb war.
Sei es der Freund, die Lieblingsuhr oder ein Stofftier.
Jeder hat schonmal etwas weggenommen bekommen.

Aber niemand wird es je schaffen das zu entziehen.
Niemand kann meinen Kopf aufschneiden und es rausholen.
Nein - Es gehört Mir, Mir alleine.
Wenn das fehlt, dann hab ich nichts mehr.
 Nichts.

Es gehört Mir alleine.

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Ja sowas geht in meinem Kopf vor, während ich mich fertig machen für ne abendliche Sause. Mein Kopf und mein Magen danken es mir heute sehr...
Wieso schmeckt Bier auch immer so gut ? Und wieso ist Whisky noch leckerer?
Ich bin nach langer Zeit mal wieder draußen gewesen und hab wieder richtig gefeiert. Die letzten Mal konnte ich nicht wirklich, weil ich fast nur am arbeiten bin oder das freie Wochenende mit meinem Freund genießen möchte. Es tat gut Bier zu trinken, zu rauchen, zu tanzen und Spaß zu haben.
Es benebelt den Kopf und reißt dich für kurze Zeit von aller Scheiße weg, die sich sonst in deinem Kopf anbahnt. Ich genieße dann den Moment, den Augenblick und habe nicht drölfzig weitere Gedanken, die meinen Kopf fast zum explodieren bringen.
Nein, der Abend war toll und es hat wirklich Spaß gemacht. Es tat gut mal wieder raus und unter Leute zu kommen... Muss ja auch mal sein.

Die nächsten Tage werd ich nicht(oder evtl übers Handy) schreiben können, El Freundo ist da.



Freitag, 5. Februar 2016

still.hungry

Es ist so paradox.
Je mehr ich hin mich hinein schlinge, desto hungriger werde ich.
Hungrig nach Liebe und Geborgenheit.
Hungrig nach einem Leben vor der Bulimie.
Hungrig nach einem besseren Leben und weniger Leben.
Ich will nicht den Pudding, die Schokolade oder den Muffin auskosten.
Nein, ich möchte vom wahren Leben kosten.
Das Leben, das nach Freiheit und Sehnsucht schmeckt.
Das Leben, das nach Liebe und Gesundheit schmeckt.

Der Geschmack des Lebens ist das kostbarste, was man hat.
Doch ich vergeude es mit dem Geschmack von Magensäure.

Das, was ich fresse, frisst mich auf.
Es verschlingt mich gierig.
Ich merke, wie ich zersetzt werde von der Säure des wahren Lebens.
Die, der Dunkelheit und der Verletzbarkeit.
Alles, was man möchte ist leben.

"Wieso tust du es nicht?"
"Du musst doch nur aufhören zu kotzen."
"Iss doch einfach nur normal und gesund"

Immer dieses "nur".
Es hallt nach.
Es ist nicht einfach nur ein "nur".
Sag der Magersüchtigen, sie braucht "nur" essen.
Sag der Bulimischen, sie muss "nur" aufhören zu brechen.
Sag der Esssüchtigen, sie muss "nur" aufhören zu essen.
Sag der Ritzerin, sie muss "nur" aufhören sich zu ritzen.

Es gibt so viele "nur"s.
Jeder wird die gleiche Antwort geben.
"Es ist nicht einfach damit aufzuhören, es ist ein Zwang, es ist eine Sucht."
Ja, ein Zwang und eine Sucht, die das Leben verdunkelt.
Jeder, der sich so eine Scheiße angelacht hat weiß, dass man nicht einfach so aufhören kann.

Ich selbst kann noch nicht einmal sagen, was mich dazu bewegt.
Was mich antreibt, was es auslöst.
Vermutlich die Einsamkeit, die Verletzlichkeit, die Angst zu versagen.
Dabei begebe ich mich selbst in Einsamkeit und versage mit jedem Bissen.

Es ist nie einfach und es hält einen fest.
Wie ein Schatten folgt es dir.
Es ist jede Bewegung, jedes ausgesprochene Wort.
Jede Träne, Freudenschrei oder Wutausbruch.

Es ist Ich und ich bin es.

Mittwoch, 3. Februar 2016

evening

Die kühle Nachtluft weht über mein Gesicht.
KIZ hämmert in meinen Ohren.
Schritt für Schritt laufe ich nach Hause.
Ich meide jeden Augenkontakt.
Es ist noch viel Verkehr.
Vereinzelt sehe ich noch Leute, die sich verabschieden.
Mein Magen tut weh.
Seit drei Tagen quasi nichts gegessen.
Jetzt das halbe Kräuterbaguette.
Verfressene Sau denke ich mir.
Ich höre jeden Schritt in meinen Ohren hämmern.
Jeder Zentimeter meines Specks wackelt mit.
Fettes Stück Dreck.
Es ist bewölkt, kein Stern funkelt, kein Mondlicht.
Meine fetten Beine werfen Schatten durch die Laternen.
Versagerin, beschissene Versagerin.
Ich zittere am ganzen Körper.
Die Tage schon am Zittern.
Immer wieder Kreislaufversagen.
Das sollte mir zu denken geben.
Ich grinse über meine Eigene Dummheit.
Unnützes, hässliches, fettes Mädchen.
Aus Dir wird eh nie was.
"Zum Geburtstag wünsche ich mir, dass ihr aufhört zu atmen"
Immernoch KIZ.
Meine einzigen Gedanken "Mein Geburtstagswunsch, ich möchte damit aufhören"
Es soll mich einfach treffen.
Ich selbst bin zu feige.
Fettes, feiges Stück Dreck.

Ein heftiger Windstoß kommt auf.
Meine Zigarette glüht.
Ich ziehe schnell einmal, zweimal, dreimal.
Der Rauch verzieht sich schnell.
Du hast keine Liebe verdient.

Zuhause im Kotzschloss.
Mein Magen schmerzt noch mehr.
Mir ist schlecht.
Mir wird komisch.

Selbst Schuld, Schlampe.

Montag, 1. Februar 2016

god.help.me

Er sitzt auf mir.
Erdrückt mich, nimmt mir die Luft zum Atmen.
Er hängt an mir, Tag für Tag.
Jede einzelne Sekunde.
Er sieht alles, was ich tue und verurteilt mich.
Ich kann nichts richtig machen, ich bin erbärmlich.
Esse ich etwas, bin ich unnötig und nichts wert.
Kotze ich die Scheiße wieder aus, bin ich ein Nichtsnutz.
Ein Nichtsnutz, dem das Blut aus den Adern tropfen sollte.
Nie lässt er mich alleine.
Niemals habe ich meine Ruhe.
Er schreit mir ins Ohr.
Dann flüstert er wieder.
Unnötig, fett, niemand liebt dich, bemitleidenswert, bring dich um, faules stück scheiße.
Er ist so schwer und kaum zu ertragen.
Doch ich halte ihn dennoch fest.
Es gibt etwas, was uns verbindet.
Ich kann nicht loslassen, obwohl er mich schlecht behandelt.
Er nimmt mir meine Liebe, meine Lust  am Leben.
Dennoch behalte ich ihn.
Treuer Wegbegleiter seit vielen Jahren.
Immer da, immer bei mir, immer nah.
Er zügelt mich, er straft mich, wenn ich mich hingebe.
Fett, eklig, nicht mit anzusehen, dreckiges stück scheiße, jeder hasst dich, er liebt dich nicht.

Und schon wieder habe ich es heute verkackt.
Ich schaffe es nicht mal einen Tag.
Obwohl ich genug zu tun habe, vertrödel ich damit meine Zeit.
Einaufen, Fressen, Kotzen, Rauchen, Fressen, Kotzen, Rauchen...
Immer und immer wieder.

Selbsthass
Selbsthass
Selbsthass

Donnerstag, 7. Januar 2016

everything.is.a.torture

Ich mache mir meinen Mund trocken, lege die Zahnbürste beiseite und atme tief durch.
Mein Hals tut ein wenig weh, mein Herz rast.
Wieder überkommt mich das Gefühl der Schwäche, der Leere und der Nutzlosigkeit.
Ich zittere vor Kälte und vor Schwäche - es kostet so viel Anstrengung.
Eine Wärmflasche wird es richten, auch wenn nur für kurz.
Die Küche ist dunkel und kalt, das Licht meines Feuerzeuges, welches meine Kippe zum glühen bringt, erhellt kurzzeitig den Raum.
Ich ziehe zwei,drei mal hintereinander und atme den Rauch langsam über meine Nase aus.
Mein Herz beginnt wieder zu rasen, ich zittere wieder und mir wird komisch.
Ganz egal ist es mir und ich ziehe nochmal.
Der hellgraue Rauch verzieht sich durch das Küchenfenster, wodurch kalte, eisige Luft hereinkommt.
Ich wickel mich in meine Decke ein und denke nach.
Es ist still und ich bin allein, nur meine Gedanken schreien mir laut entgegen.
Bilder vor meinem Kopf, mein Magen zieht sich zusammen.
Ich fühle mich glücklich, wenn er da ist, doch meine Eifersucht lässt mich nicht los.
Diese Gedanken, ich will sie nicht mehr.
Ich kneife die Augen fest zusammen, so als ob ich damit die Gedanken und Bilder verdunkeln und verschwinden lassen kann.
Mein Magen verkrampft sich noch mehr, tausend Gedanken flitzen durch meinen Schädel.
Ich möchte am liebsten losschreien, alles hinaus lassen, doch es kommt nichts als weiterer Zigarettenrauch.
Keinen klaren Gedanken kann ich mehr fassen, alles ist wirr und alles ist verständnislos.

Ich mag es nicht mehr, garnichts mehr, nie wieder.
Ich weiß es, niemand sonst - gut so.