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Freitag, 19. Juni 2015

maybe

 Bitte

Mir ist verdammt kalt, denke ich mir, kippe den letzten Rest meines eiskalten Energys herunter und trotte in die Küche, um mir eine Wärmflasche zu machen. Während das Wasser kocht, drehe ich mir schonmal ne Kippe. Ich genieße die heie Wärmequelle an meinem Bauch und drücke sie fest an mich. Ob ich jemals meine Verbrennungen wieder loswerde, frage ich mich und begutachte meine Arme. Meinen Bauch traue ich mich garnicht anzugucken, obwohl ich das Muster (wenn man sich das ganze Fett wegdenkt) doch eigentlich ganz hübsch ist - sagt sogar mein Freund. 
Heute war ein recht gelungener Tag, sagte ich mir und ziehe genüsslich an meiner Zigarette und puste den Rauch zu meinem offenen Küchenfenster heraus. Eine meiner zwei Nahrungsquellen heute. Nachdem ich die letzten zwei Tage wieder gefühlt einen halben Supermarkt in die Kanalisation verabschiedet habe, war es doch recht gelungen. Essen ? Wer braucht das schon. Ich gehe noch einmal den Tag durch und kann eigentlich recht zufrieden sein. Morgens eine Zigarette, später einen Kaffee mit Zigarette und zwischendurch meine Pepsi light Lemon (in loooove). Ich war doch wirklich den ganzen Tag unterwegs und erst richtig gegen halb sieben Zuhause, wo ich dann meine Bude sauber gemacht habe. Immer in Action und Bewegung, denke ich mir. Nochmal einkaufen, kein Fressen, nur für meinen Freund. 
Ich habe das Essen nicht mal vermisst und mir wird schlecht, wenn ich nur daran denke, mir etwas in meine Fressluke zu schieben, dafür war heute einfach zu gut. Nichts zu mir genommen, außer meine zwei einzigen "Drogen" - Koffein und Nikotin. Ich denke nochmal an die Waage - 1kg weniger, das ist doch ein Anfang - hoffentlich wird es mir meine Waage morgen danken, dass ich brav aufs Essen verzichtet habe. Es fiel mir tatsächlich nicht schwer, witzigerweise. 
Wenn die nächsten Tage auch so gut laufen, dann bin ich eigentlich guter Dinge und ich hoffe, dass ich schnell wieder unter eine meiner Hasszahlen komme. 
Ich drücke die Zigarette im Aschenbecher aus und genieße das Brennen der Wärmflasche auf meinem Bauch. Ob das schon zur Selbstverletzung zählt? Und wenn schon, denke ich mir und zucke mit den Schultern.

Bitte lass mich die nächsten Tage auch so gut hinkriegen, das wäre wunderbar.

Donnerstag, 18. Juni 2015

let.me

Darf ich vorstellen?
Unfähigkeit in Person.
Zu dumm, sich selbst zu helfen.
Nicht ausreichend dem eigenen Freund zu helfen.
Einfach unnötig.
Ich atme euch die Luft weg.
Fress euch alles weg.
Ich nehme Platz weg.
Ich habe keinen Platz mehr auf dieser Welt.
Ich sollte gehen.
Der Vorhang fällt.
 


Montag, 15. Juni 2015

it.is.a.beginning

Es wird...

Heute ist doch tatsächlich Tag 6, welchen ihn ohne Kotzen verbringe. Es fällt mir doch von Tag zu Tag leichter aufs Kotzen zu verzichten, auch wenn sich immernoch vereinzelt Gedanken einschleichen, dass ich doch heute mal ne Ausnahme machen könnte(das wird bestimmt auch immer so bleiben). Am fucking-mistpiss-drecks-wichs Gewicht ändert sich leider nichts, aber ich glaube, dass ich meinen Stoffwechsel so weit runtergerockt habe, dass er erstmal ein wenig braucht, um wieder einigermaßen zu funktionieren, wenn das überhaupt noch möglich ist. Ich fühle mich aber wirklich besser und ich merke, wie gut es tut, nicht über der Kloschüssel zu hängen. Mein Konto dankt es mir auch. Meine Nachbarn wundern sich bestimmt schon, wieso ich nicht mehr vollgepackt nach Hause komme und wo die Würge- & Kotzgeräusche abgeblieben sind (das Haus ist verdammt nochmal hellhörig oO). Die Schokoladen und Fast-Food-Ketten dürften bald pleite gehen. 
Nein, jetzt mal im Ernst. Ich merke wirklich, wie gut es tut und ich nicht nur in Depressionen, schlechter Laune und Selbstmordgedanken festhänge, während ich in meinem Kotzschloss verharre und mir ein fettiges Kalorienbömbchen nach der anderen in die Schnute schiebe. Vermutlich lasse ich das lieber an mir selbst aus, wenig tief, aber irgendwie muss ich das anscheinend füllen. Das Loch.. Ich kann es nicht mit Fressen und Kotzen, also muss ein anderer Schmerz her, um meine innerliche Leere zu füllen. Dann fühle ich mich doch befriedigt und es ist genau das, was ich grade brauche.

Langsam wird es. Aber wenn sich langsam nichts auf der Waage tut, raste ich dezent aus und dann kann ich für nichts garantieren..

Freitag, 12. Juni 2015

hate

Bullshit-Welt

Ich hab keine Lust mehr. 
Ich hasse alles, ich hasse jeden.
Ich will nicht mehr.
Ich ertrage das einfach nicht mehr.
Leere.
Ich verbrenne innerlich.
Ich ertrinke in meinem Hass.
Ich ertrinke in meiner Wut.
Ich ersticke.
Bitte bring schnelle Erlösung.
Das ganze Leben suckt.
Die Welt ist ein Witz und das Leben ist Bullshit.
Nichts ist mehr, wie es war.
Ich vermisse die alte Welt.
Die alte Zeit.
Liebes Leben, bitte beende es.
Beende mich.
Mein Leid.
Dich selbst.
 

Donnerstag, 11. Juni 2015

just.try.it

Versuchs einfach mal

Ich rauche zu viel, denke ich mir und starre auf meine leere Schachtel. Eine Schachtel am Tag, das hab ich schon lange nicht mehr geschafft. Aber es hält mich vom Essen ab. Verkehrte Welt, sage ich mir und lache. Das was gesund ist, sehe ich als Feind an und halte es mit Ungesundem fern. Wenigstens esse ich dann nicht. Nachdem ich von meiner Waage mit einer viel zu hohen Zahl erschlagen wurde, habe ich den Entschluss gefasst "Hör auf zu kotzen, iss lieber wieder weniger, du fettes Stück Scheiße". Irgendwann muss es ja mal wieder runtergehen. 
Ich sollte weniger trinken, das weiß ich auch, aber der Rausch, die Taubheit, das gute Gefühl, was mir diese Kalorienbomben geben ist einfach einmalig und ich brauche es irgendwo. Du hörst dich wie n Alki an, sagt mir meine innere Stimme. Ach was. Die einen hauen sich mit Gras weg, die anderen schmeißen sich was anderes rein, wo ist also der Unterschied ?
Ich habe heute tatsächlich Tag 2 ohne Kotzen geschafft, obwohl ich zeitweise wieder davor war, die Karte im Supermarkt glühen zu lassen. Ich hab mich lieber mit (ja, ich weiß) Bier in die Sonne in den Park gehauen. Ich habe auch nur zwei aus meinem Sixer getrunken. Es schmeckt nicht, wenn man durch die Pollenattacken total verrotzt ist. Ich fühle mich so eklig und aufgebläht. Ich bin so leer und doch so voll. Ich kann es einfach nicht definieren und es fällt mir schwer, dies zu tun.
Wenig zu essen, so wie früher, gelingt mir nicht ganz, aber wenigstens habe ich es gestern mal geschafft einkaufen zu gehen und nicht, wie für eine fette Großfamilie sondern Gemüse und gesund. Ich versuche jetzt täglich zu kochen und das mit Gemüse und magerem Käse. Auf den ein oder anderen Schokoriegel kann ich leider dann doch nicht verzichten, obwohl dies grade echt kontraproduktiv ist. 
 Ich hoffe mein Versuch geht nicht wieder in die Hose und ich starte bald wieder einen absoluten Fressflash. Am Besten versuche ich mir immer was vorzunehmen, weil ich nach dem Essen und sind es nur, wie heute, 4 Pilze, ne Tomate und ein wenig Feta, einen noch viel größeren Selbsthass und Selbstekel entwickel, dass ich mir am liebsten wieder meine Zahnbürste in die Kehle rammen möchte, dass auch das letzte Fitzelchen an Essen (und auch meiner Würde, falls die noch vorhanden ist) in den Tiefen der Kanalisation verschwindet. Ich würde mich am liebsten verkriechen, niemanden mehr um mich herum haben außer meinen Freund, der mir so viel Rückhalt gibt. Ohne ihn würde ich durchdrehen, versinken, ertrinken, ersticken, verbrennen. Ich hab mich schon wieder so abhängig gemacht, dass es zum Kotzen (gnihihi schwarzer Humor) ist.

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Ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie, ich liebe sie, ich hasse sie.

Ich kann nicht mehr ohne sie, ich brauche sie, ich will sie, ich verachte sie. Sie ist ein Teil von mir und ohne sie bin ich nicht ich. Verdammte, beschissene, verfickte Welt. 

Sonntag, 7. Juni 2015

swallow

Fluch

Es ist schwer auszuhalten.
Ich versinke.
Ich ertrinke.
Ich kann nichts machen.
Ich gehe unter.
Es wächst an mir.
Es hängt an mir.
Es zieht mich herunter.
Ich fühle mich schlecht.
Ein Meer aus Hass.
Ich laufe auf Scherben.
Alles schmerzt.
Es geht nicht mehr.
Ich will nicht mehr.
Ich schaffe es einfach nicht.
Ein Schleier um mich herum.
Weit ab von der realen Welt.
Viel zu sehr untergeangen im Hass.
Ich bin zu schwach.
Es driftet alles an mir vorbei.
Wie ein Fluch, der auf mir ruht.
Werde ich es jemals wieder schaffen ?
Ich sehe mich an.
Ich drehe mich.
Ich breche weinend zusammen.
Alles erscheint sinnlos.
In meiner schwarzen Welt ist kein Platz für Freude.
Ich hasse mich.
Ich hasse mein Leben.
Ich hasse ES.