Sie hat mich fest im Griff, meine Essstörung, meine Bulimie, mein Hang zur Selbstzerstörung und Masochismus.
Ich kotze wieder viel, viel zu viel und viel mehr als mein Kreislauf eigentlich verkraften kann.
Es belastet sehr und es ist wahnsinnig anstrengend, sowohl das Brechen an sich als auch alles drum herum.
Das Verheimlichen, das Lächeln in der Öffentlichkeit, das genaue Nachdenken, was man antwortet.
"Kotzt du noch?" war eine Frage, die mir letztens wieder jemand stellte.
Ich mochte nicht darüber reden, wieso auch - geht doch niemanden was an, ob ich mir nach einem Schokodesaster die Zahnbürste in den Hals ramme oder nicht.
Es ist einzig und alleine meine Entscheidung, was ich anstelle und was nicht.
Ich sollte es eigentlich besser wissen, ich weiß.
Mein Schweigen und meine Abweisung waren der Person schon genug als Antwort.
Wieso ist das nur immer so eine Sache ?
Mit mir wird sowieso nichts passieren - keine Therapie und garantiert nicht wieder eine Klinik.
Beides kann ich grade nicht gebrauchen und habe keine Zeit.
Wenn ich wieder eine Therapie beginne, dann mit meiner alten Therapeutin, die aber 500km weit weg ist..
Ich vermisse sie manchmal wirklich, großartige Frau, bei der ich mich endlich mal von einer fremden Person verstanden fühlte.
Meine Selbstverletzung hält sich einigermaßen im Griff - das letzte Mal ist schon bisschen mehr als zwei Wochen her.
Es gab keinen Auslöser und keinen Antrieb dazu.
Mein Selbsthass schrie mir nicht entgegen, dass ich mir doch endlich wieder die Klinge nehme und sie über meine Arme ziehe.
Nein, er schreit nur, dass ich zu fett bin, ich nichts wert bin, zu unnötig bin.
Whatelse. Liest eh keiner.
:(
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